Zu wenig Wissen fördert Armut: Ruf nach "finanzieller Bildung"

Kinder müssen den Umgang mit Geld erlernen, um als Erwachsene damit umgehen zu können.
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Innsbruck – Um das Finanzwissen von Kindern und Jugendlichen ist es nicht gut bestellt, ergab erst kürzlich eine Studie der Arbeiterkammer und der Universität Innsbruck. Dabei ist mangelndes Wissen einer der Hauptgründe, warum viele Menschen nicht in ertragreiche Anlageformen investieren, erklärt Michael Posselt, Obmann der Sparte Finanzdienstleister in der Tiroler Wirtschaftskammer.

Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken mache Sparen nicht nur unattraktiv, sie schaffe auch eine Generation ohne ausreichende private Altersvorsorge. Eine Folge sei Altersarmut für einen großen Teil der Gesellschaft. „Das hat auch verheerende Auswirkungen auf unsere Wirtschaft, wenn diese Gruppe als Konsumenten ausfällt“, betont Possel­t anlässlich des Weltspartages. Mit zinslosem Sparen allein lasse sich die Lücke jedoch nicht schließen. Posselt fordert, dass finanzielle Bildung schon in der Volksschule anfängt. Kindern müssten die wesentlichen Zusammenhäng­e von Wirtschaft, Unternehmen und Gewinnen sowie sich daraus ergebenden Zinsen und Renditen erklärt werden. Posselt nimmt auch die Lehrer in die Pflicht. Laut Lehrplan sollten auch volkswirtschaftliche Zusammenhänge wie Marktprozesse oder die Verflechtung der Wirtschaft gelehrt werden. (TT)

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