Schweres Erdbeben erschüttert West-Türkei

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Westen der Türkei mit der Millionenmetropole Izmir erschüttert. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien hatte das Beben eine Magnitude von 7,0. Das Epizentrum lag in der Ägäis vor Seferihisar in der Provinz Izmir. Besonders betroffen ist die Insel Samos. Von dort werden vier Verletzte gemeldet. Auf der überfluteten Küstenpromenade der dortigen Kleinstadt Vathy wurden Autos von einem Tsunami weggeschwemmt.

Nach Berechnungen des deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam erreichten die Wellen Höhen von mehr als 1,5 Metern. Sie könnten an der Küste womöglich bis zu drei Meter hoch auflaufen.

Der türkische Nachrichtensender TRT zeigte Bilder von einem eingestürzten Gebäude in Izmir und berichtete von Panik auf den Straßen während des Bebens. Telefonverbindungen waren unterbrochen. Die Erschütterungen waren bis nach Athen und Istanbul zu spüren.

Auf Fernsehbildern waren größere Staubwolken zu sehen, die über Izimir hingen. Der Gouverneur von Izmir sagte im Interview, bisher könne man keine genauen Informationen über Opfer oder Schäden machen. Das Beben hat sich Anadolu zufolge um 14.51 Uhr Ortszeit zugetragen. Es soll rund 30 Sekunden und damit sehr lang gedauert haben.


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