Thiem als Titelverteidiger im Wien-Viertelfinale out

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem hat seinen Titel beim Erste Bank Open in Wien nicht erfolgreich verteidigt. Der 27-jährige US-Open-Sieger aus Lichtenwörth musste sich am Freitag im Viertelfinale dem starken Russen Andrej Rublew nach 1:35 Stunden mit 6:7(5),2:6 geschlagen geben. Im Duell der Nummern 3 und 8 der Welt setzte sich der dieses Jahr vierfache Turniersieger Rublew durch und trifft am Samstag im Halbfinale auf Daniil-Medwedew-Bezwinger Kevin Anderson (RSA).

Thiem blieb damit sein zweites Wien-Halbfinale im elften Antreten in der Stadthalle verwehrt. Seine 500 Zähler vom Vorjahres-Sieg bleiben ihm aber dank der Corona-Regelung für das ATP-Ranking noch in der Wertung. Thiem hat 2020 noch zwei Turniere vor sich: kommende Woche beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy, danach stehen noch die ATP Finals in London auf dem Programm.

Eine große Blase unterhalb des rechten Fußballens hat Thiem schon die ganze Wien-Woche gequält. Dies erzählte Thiem nach seinem Aus beim Erste Bank Open in der Pressekonferenz. Am Freitag im Viertelfinale waren die Schmerzen aber so groß, dass er vor allem im zweiten Satz gegen Andrej Rublew (RUS-5) beim 6:7(5),2:6 nicht die gewohnte Gegenwehr bieten konnte. Thiem wollte bis Sonntag entscheiden, ob er kommende Woche beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy antritt.

Als erster Halbfinalist beim mit 1,551 Mio. Euro dotierten Erste Bank Open qualifizierte sich überraschend Kevin Anderson. Der ungesetzte Südafrikaner, der nach einer Verletzung bis auf Platz 111 zurückgefallen ist, besiegte am Freitag im ersten Viertelfinale den als Nummer 4 gesetzten Russen Daniil Medwedew nach 90 Minuten mit 6:4,7:6(5). Anderson war bereits 2018 Sieger in der Wiener Stadthalle.


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