Mehr als 14.000 neue Coronafälle in Deutschland

In Deutschland sind in 14.177 neuen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die am Sonntag auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) veröffentlichte Zahl ist damit niedriger als am Vortag, als mit über 19.000 ein Rekordwert gemeldet worden war. Die Gesamtzahl der Positiv-Tests erhöhte sich damit auf 532.930. Auch in anderen Ländern wie Frankreich, Mexiko oder Brasilien stiegen die Infektionszahlen weiter rasant.

29 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden, nachdem am Samstag 103 neue Todesfälle mitgeteilt worden waren. Die Gesamtzahl liegt inzwischen bei 10.481. Im Kampf gegen die Infektionswelle wird im November das öffentliche Leben auch in Deutschland drastisch eingeschränkt. Darauf hatten sich am Mittwoch Bund und Länder geeinigt.

Frankreich meldete am späten Samstagabend knapp 35.641 Neuinfektionen. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Am vergangenen Sonntag hatte die Behörde einen Rekordanstieg um mehr als 52.000 Neuinfektionen bekannt gegeben. Weitere 224 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten in Frankreich beträgt 36.788.

Die italienische Regierung plante wegen der steil ansteigenden Corona-Zahlen nun eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zum Gesundheitsschutz. Die neuen Maßnahmen sollten am Montag nach einer Ansprache von Premier Giuseppe Conte vor dem Parlament angekündigt werden, verlautete aus Regierungskreisen. Nach Medienberichten sind Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen im Gespräch. Auch Reisen zwischen Regionen könnten stark eingeschränkt werden. Die Regierung will Gespräche mit dem wissenschaftlichen Komitee weiterführen, das das Kabinett in Sachen Coronavirus berät

In Mexiko stiegen die Neuinfektionen ebenfalls weiter deutlich. Das Gesundheitsministerium berichtete am Samstag (Ortszeit) von 6.151 neuen Corona-Fällen, womit sich die Gesamtzahl auf 924.962 erhöhte. Die Zahl der Todesopfer nahm um 464 auf 91.753 zu. Die Regierung geht davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

Auch in Brasilien breitet sich das Coronavirus weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 18.947 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 5,5 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 407 auf 159.884 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA mit knapp neun Millionen bestätigten Fällen und fast 229.000 Toten und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Jedoch gab es auch positive Nachrichten zu vermelden: China, wo das Virus zuerst auftrat, meldete am Sonntag einen Rückgang der Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen sei in den vergangenen 24 Stunden auf 24 gefallen, nachdem es tags zuvor noch 33 gewesen seien, wie die Gesundheitsbehörde des Landes mitteilt. Die neuen Fälle seien überwiegend aus dem Ausland importiert worden, drei stammten von einem regionalen Ausbruch in der westlichen Region Xinjiang. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Covid-19-Fälle in der Volksrepublik liegt nun bei 85.997. Die Zahl der Todesfälle verharrte unverändert bei 4.634.

Eineinhalb Monate nach Beginn des zweiten Corona-Lockdowns in Israel traten am Sonntag weitere Lockerungen in Kraft. Die Volksschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder für rund eine halbe Million Schüler der ersten bis vierten Klasse. Für die Kinder gilt eine durchgängige Maskenpflicht im Unterricht und in den Pausen. Auch Ferienwohnungen sowie Friseur- und Kosmetiksalons dürfen wieder geöffnet werden, Fahrunterricht ist ebenfalls wieder erlaubt.

Australien meldete generell am Sonntag erstmals seit fast fünf Monaten keine neuen Positiv-Tests. Das gab Gesundheitsminister Greg Hunt bekannt. Er bedankte sich in einer Twitter-Mitteilung beim australischen Volk und insbesondere bei den Beschäftigten des Gesundheitswesens. Es hatte massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Virus gegeben. Besonders stark betroffen war der Bundesstaat Victoria, wo weltweit mit die schärfsten und längsten Lockdown-Maßnahmen verhängt worden waren. Diese wurden bereits vergangene Woche größtenteils beendet.


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