Dodon und Sandu laut Teilergebnissen in Stichwahl in Moldau

Über das künftige Staatsoberhaupt der Republik Moldau wird in zwei Wochen in einer Stichwahl entschieden: Laut am Sonntagabend von der Wahlkommission veröffentlichten Teilergebnissen qualifizierten sich für die zweite Wahlrunde am 15. November der pro-russische Staatschef Igor Dodon mit 36 Prozent der Stimmen sowie seine pro-europäische Herausforderin Maia Sandu mit 30 Prozent der Stimmen.

Die 48-jährige Sandu war von Juni bis November 2019 Ministerpräsidentin, bevor ihre Regierung gestürzt wurde. Sie steht für einen pro-europäischen Kurs, während der seit 2016 amtierende Dodon von der Sozialistischen Partei als Verbündeter der Regierung in Moskau gilt.

Die ehemalige Sowjetrepublik mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern hat in den vergangenen Jahren mehrere politische Krisen durchlebt. Das Land ist gespalten zwischen Anhängern Europas und jenen, die an den Beziehungen zu Russland festhalten. Moldau ist zudem eines der ärmsten Länder Europas.

Dodon hatte sich bei der Wahl 2016 gegen Sandu durchgesetzt. Außer ihnen standen am Sonntag noch sechs weitere Kandidaten zur Wahl.

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In Russland wurde die Wahl aufmerksam beobachtet. Kreml-Chef Wladimir Putin hat die Hoffnung auf einen erneuten Wahlsieg Dodons geäußert. Der 45-jährige Dodon hatte im Wahlkampf weiterhin enge Beziehungen zum „strategischen Partner“ Moskau versprochen und sich dafür ausgesprochen, Russisch zum Pflichtfach in den Schulen zu machen.


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