St. Nikolaus soll „Wohlfühlort statt Durchzugsviertel“ werden

Der Verein „Wir am Inn“ will neue Impulse für St. Nikolaus und Mariahilf setzen – auch schon im Advent.

(Künftig) breiter Gehweg, neue Möglichkeiten: Vereinsobfrau Lisa Walde und Kassier Wolfgang Burtscher orten viel Potenzial im Stadtteil.
© Domanig

Von Michael Domanig

Innsbruck –Das Provisorium hatte für heftige Kontroversen bei Bürgern und Stadtpolitik gesorgt – doch grundsätzlich geht mit der nunmehrigen baulichen Umsetzung der Gehsteigverbreiterung in der Innsbrucker Innstraße ein langgehegter Wunsch aus dem Bürgerbeteiligungsprozess St. Nikolaus/Anpruggen in Erfüllung.

Und mit den neuen räumlichen Möglichkeiten soll in St. Nikolaus und dem angrenzenden Mariahilf generell frischer Wind Einzug halten. Genau dazu will der neu gegründete Verein „Wir am Inn“ beitragen, der sich als „Anlaufstelle für alle Bewohner und Unternehmer in unseren zwei Stadtvierteln“ positioniert, wie Vorstandsmitglied Wolfgang Burtscher erklärt.

Es geht darum "die Aufenthaltsqualität zu steigern"

Im überparteilich und gemeinnützig ausgerichteten Verein – der eng mit bestehenden Initiativen wie „Rettet die Koatlackn“ oder dem Kulturverein Vogelweide kooperiert – seien „alle willkommen, die einen positiven Beitrag für unsere Gemeinschaft leisten wollen“, so Burtscher. Ziel sei, dass sich St. Nikolaus und Mariahilf („bevölkerungsmäßig jung, historisch uralt, ein spannender Mix“) immer mehr „vom Durchzugs- zum Wohlfühlviertel“ entwickeln.

Es gehe also vor allem darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern, betont Vereins­obfrau Lisa Walde – eben auch durch künftig entspanntes (statt beengtes) Flanieren auf dem breiten Gehweg.

Das erste Projekt, das der Verein der Stadtpolitik vorgeschlagen hat, steht unter dem Motto „Advent am Boulevard St. Nikolaus“ – und soll Covid-19-konform Akzente in der Vorweihnachtszeit setzen: Geplant sind laut Burtscher eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung „zur dezenten Unterstreichung unserer historischen Fassaden“, eine ebenso dezente Klanginstallation (in Kooperation mit dem ansässigen Plattenladen „Nabu Records“), eine wöchentliche Radiosendung auf „Freirad“, bei der Personen und Unternehmen am „Boulevard“ vorgestellt werden, sowie kombinierte Sitz- und Pflanzbänke für einen angenehmen Aufenthalt im Freien. „Die Tröge in den Bänken könnten im Winter mit Nadelgehölz bepflanzt werden, im Sommer zum Experimentierfeld für Schulen und Kindergärten werden“, regt Burtscher an. Auch flexibel einsetzbare Standln zur Unterstützung der ansässigen Unternehmen sind Teil des Konzepts.

Weitere Infos

Mehr zum Verein – der sich über neue Mitglieder oder auch Spenden in jeder Höhe freut – unter Tel. 0664/4769340.

📧 info@wiraminn.at

🔗Homepage: www.wiraminn.at

Über das Stadtmarketing habe man das Programm bei der Stadt eingereicht, so Burtscher. Bürgermeister Georg Willi habe Unterstützung signalisiert, nächste Woche sei ein Treffen mit Wirtschaftsstadträtin Christine Oppitz-Plörer geplant, von der man sich ebenso positives Feedback erhoffe.

Mehr zum Verein – der sich über neue Mitglieder oder auch Spenden in jeder Höhe freut – unter Tel. 0664/4769340, info@wiraminn.at und www.wiraminn.at


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