Corona-Beschränkungen in Deutschland in Kraft

In Deutschland sind mit dem Montag überall härtere Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Unter anderem ist der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur noch Menschen aus zwei Hausständen erlaubt, höchstens aber zehn Menschen. In Frankreich beginnt der richtige Lockdown auch erst am Montag, weil die Menschen am Wochenende noch aus den Ferien zurückgekehrt sind. Nun werden die Ausgangsbeschränkungen verstärkt kontrolliert.

In Frankreich gelten seit Freitag weitgehende Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen dürfen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür und müssen diesen mit einem Formular nachweisen. Erneut ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Wer etwa spazieren gehen möchte, darf dies nur im Umkreis eines Kilometers zu seiner Wohnung eine Stunde pro Tag.

Der Einzelhandel ist geschlossen, nur noch lebensnotwendige Produkte dürfen verkauft werden. Daher sollen nun auch Supermärkte und andere große Geschäfte keine Produkte mehr verkaufen dürfen, die sonst im Einzelhandel verkauft werden.

In Deutschland müssen eine Vielzahl von Betrieben und Einrichtungen wie Opern, Theater, Schwimmbäder und Fitnessstudios geschlossen bleiben. Restaurants sind nur noch der Außer-Haus-Verkauf und die Lieferung von Speisen erlaubt. Übernachtungsangebote für touristische Zwecke sind untersagt.

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Der Einzelhandel hingegen kann seine Geschäfte weiterhin öffnen. Auch Schulen und Kindertagesstätten bleiben offen. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Ende November. Mitte des Monats wollen Bund und Länder eine Zwischenbilanz ziehen. Einige Bundesländer weichen in Details von dem vereinbarten Maßnahmenkatalog ab.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten am Montag 12.097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird.

Gesundheitsminister Jens Spahn rief die Bürger eindringlich zur deutlichen Reduzierung ihrer Kontakte auf. Um angemessen mit der „Jahrhundertsituation“ der Corona-Pandemie umzugehen, sei eine „nationale Kraftanstrengung im November“ nötig. Damit Kindertagesstätten und Schulen offen bleiben könnten, müssten die Kontakte anderweitig „umso mehr“ verringert werden.

Auch in Belgien sind am Montag neue Maßnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben. Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, dürfen auch in Supermärkten nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15.600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100.000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen in den vergangenen 14 Tagen rund 1.700 Infektionen gemeldet.

Die italienische Regierung plant derweil eine weitere Verschärfung der Maßnahmen und die Einführung einer Ausgangssperre ab 21.00 Uhr. Dies berichteten Medien, die sich auf Regierungskreise bezogen. Bisher galt eine gesamtstaatliche Ausgangssperre von 24.00 bis 05.00 Uhr. Lockdowns in Corona-Hotspots wie Mailand und in einigen Regionen sind im Gespräch.


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