Etliche Menschen von Rebellen in Äthiopien getötet

In Äthiopien hat eine Rebellengruppe den Behörden zufolge eine „Massentötung“ verübt. Am Sonntag sei es zu einem „brutalen Terrorangriff“ in der Oromia-Region gekommen, etliche Menschen seien getötet, entführt und verletzt worden, teilte die Regierung der Region am Montag mit. Die Zahl der Opfer wurde nicht genannt. Der Flügel der regierenden Prosperity Party in der Region Amhara sagte, Mitglieder der Bevölkerungsgruppe der Amharen seien Ziel des Angriffs gewesen.

Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed verurteilte den Angriff und sagte, Sicherheitskräfte seien in das Gebiet entsandt worden und hätten begonnen, „Maßnahmen zu ergreifen“. Die regionale Regierung von Oromia machte die Oromo Liberation Army (OLA) für den Angriff verantwortlich. Diese gehörte einst zur Oromo Liberation Front (OLF), einer Widerstandsgruppe, die jahrelang gegen die nationale Regierung und nach eigenen Angaben für die Rechte der Oromo kämpfte. Die Oromo sind die größte Bevölkerungsgruppe in Äthiopien, fühlten sich aber lange von der nationalen Regierung marginalisiert.

Nachdem Ministerpräsident Abiy 2018 an die Macht kam, schloss er im Zuge etlicher Reformen mit mehreren bewaffneten Gruppen, darunter der OLF, Frieden. Die OLA kämpft weiter gegen die Regierung. Zwischen den Oromo und den Amharen, der zweitgrößten Bevölkerungsgruppe in Äthiopien, bestehen oft Spannungen.


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