Zwei Kinder nach Erdbeben in der Türkei lebend geborgen

Knapp drei Tage nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis haben die Helfer zwei Mädchen aus den Trümmern ihrer eingestürzten Wohngebäude in der türkischen Stadt Izmir geborgen. 65 Stunden nach dem Beben zogen sie am Montag eine Dreijährige aus den Trümmern, wenige Stunden zuvor hatten sie bereits eine 14-Jährige gerettet.

Die türkischen Sender zeigten Bilder von dem kleinen Wunder. Darauf war zu sehen, wie die kleine Elif unter dem Beifall der Umstehenden aus dem eingestürzten Gebäude geholt und in ein Krankenhaus gebracht wird. „Meine Gebete sind erhört worden, Elif ist wieder bei mir“, sagte die Großmutter des Mädchens.

Mit Elif waren bis Montag 105 Verschüttete lebend aus den Trümmern gerettet worden. Ihre Mutter und ihre drei Geschwister waren schon vor ihr geborgen worden, allerdings erlag der Bruder nach Angaben des Fernsehsenders TRT später seinen Verletzungen.

Wenige Stunden vor der Rettung der Dreijährigen hatten Bergungsteams die 14-jährige Idil Sirian lebend aus den Trümmern eines weiteren Gebäudes geholt. Ihre Schwester jedoch konnten sie nach Informationen der Tageszeitung „Hürriyet“ nur noch tot bergen.

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Das schwere Erdbeben hatte am Freitag den Westen der Türkei und die griechische Insel Samos erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens zwischen Samos und der türkischen Provinz Izmir. Bis Montag stieg die Zahl der Todesopfer in Izmir Regierungsangaben zufolge auf 85. Zwei weitere Schüler waren auf Samos von einer einstürzenden Mauer erschlagen worden.

Fast tausend Menschen wurden in Izmir verletzt, von ihnen waren nach Angaben der Behörden mehr als 200 am Montag noch im Krankenhaus.

Trotz schwindender Hoffnungen setzten die türkischen Bergungsmannschaften auch am Montag ihre Suche nach weiteren Überlebenden fort. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurde die Region von knapp 1150 Nachbeben erschüttert, darunter 43 mit einer Stärke von über 4.


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