Internationale Bestürzung über Anschlag in Wien

Nach dem Anschlag in Wien am Montagabend haben europaweit Politiker ihr Entsetzen kundgetan. Beide Präsidentschaftskandidaten in den USA, Donald Trump und Joe Biden, drückten ihre Anteilnahme aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zeigte sich „schockiert und traurig“. Zuvor verurteiltet etwa auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron den Terrorangriff in Wien scharf. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich erschüttert.

„Ich bin in diesen schrecklichen Stunden, in denen Wien Ziel terroristischer Gewalt geworden ist, in Gedanken bei den Menschen dort und den Sicherheitskräften, die der Gefahr entgegentreten“, erklärt Merkel am Dienstag auf Twitter. „Wir Deutschen stehen in Anteilnahme und Solidarität an der Seite unserer österreichischen Freunde“, schrieb sie weiter. „Der islamistische Terror ist unser gemeinsamer Feind. Der Kampf gegen diese Mörder und ihre Anstifter ist unser gemeinsamer Kampf.“

„Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer und der österreichischen Bevölkerung“, schrieb von der Leyen auf Twitter. „Europa steht in voller Solidarität an Österreichs Seite. Wir sind stärker als Hass und Terror.“

Macron twitterte: „Wir Franzosen teilen den Schock und die Trauer der Österreicher nach einem Attentat in ihrer Hauptstadt Wien. Nach Frankreich ist es nun ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nicht nachgeben.“

Auch das deutsche Außenministerium zeigte sich entsetzt: Es kämen „erschreckende, verstörende Meldungen“ aus der österreichischen Hauptstadt, hieß es auf Twitter. „Auch wenn das Ausmaß des Terrors noch nicht absehbar ist: unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Opfern in diesen schweren Stunden“, hob das Auswärtige Amt hervor. Es fügte hinzu: „Wir dürfen nicht dem Hass weichen, der unsere Gesellschaften spalten soll.“

EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte die Tat als feigen Akt gegen das Leben und die menschlichen Werte. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und den Menschen in Wien nach dem schrecklichen Anschlag von heute Abend“, teilte Michel am Montag mit. Europa stehe an der Seite Österreichs.

UNO-Generalsekretär Guterres schrieb,r r verfolge die Situation mit „äußerster Sorge“. Der Familie des Todesopfers drückte Guterres sein Beileid aus, den Verletzten wünschte er eine rasche Genesung. Die Vereinten Nationen stünden an der Seite des österreichischen Volkes und seiner Regierung

„Unsere Gebete sind bei den Wienern nach einem weiteren abscheulichen Terrorakt in Europa. Diese bösen Angriffe gegen unschuldige Menschen müssen aufhören. Die USA stehen mit Österreich, Frankreich und ganz Europa im Kampf gegen Terroristen, einschließlich radikaler islamischer Terroristen“, schrieb US-Präsident Donald Trump, der sich am Dienstag zur Wiederwahl stellt.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat in den USA, Joe Biden, rief dazu auf, gegen Hass und Gewalt zusammenzustehen. „Nach der entsetzlichen Terrorattacke heute Nacht in Wien, Österreich, beziehen Jill (seine Ehefrau, Anm.) und ich die Opfer und ihre Familien in unsere Gebete ein. Wir müssen alle vereint dem Hass und der Gewalt trotzen“, twitterte Biden. Auch die US-Regierung reagierte auf den Terroranschlag. „Es gibt keine Rechtfertigung für derartigen Hass und Gewalt“, teilte der Nationale Sicherheitsberater Robert O‘Brien mit.

Rund um den Globus bekundeten Politiker ihre Trauer und Anteilnahme. Dazu zählten u.a. EU-Parlamentspräsident David Sassoli, der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven Auch der italienische Regierungschef Giuseppe Conte verurteilte den Anschlag. „Es gibt keinen Platz für Hass und Gewalt in unserem gemeinsamen europäischen Haus“, schrieb Conte auf Twitter.

Der britische Premierminister Boris Johnson twitterte: „Die Gedanken Großbritanniens sind bei den Menschen in Österreich - wir stehen vereint mit Ihnen gegen den Terror.“


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