Vier Schwazer für ein rot-weiß-rotes Handball-Halleluja

Österreichs Handball-Nationalteam startet heute gegen Estland in die EM-Qualifikation. Gleich vier Spieler von Tabellenführer Schwaz haben dabei ihre Finger im Spiel.

Der Schwazer Linkshänder Armin Hochleitner wurde ins Team nach­nominiert und hofft heute auf seine Länderspiel-Premiere.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

Graz –Nach 287 Tagen Pause endet heute die Durststrecke für Österreichs Handball-Nationalteam. Das EM-Qualifikationsspiel gegen Estland findet (20.25 Uhr, live ORF Sport +) in Graz aufgrund der Corona-Einschränkungen als „Geisterspiel“ statt. Der Schwazer Armin Hochleitner indes könnte sich kein schöneres Spiel wünschen. „Ich hoffe stark, dass ich Einsatzminuten sammeln darf. Als Linkshänder sind meine Chancen ganz gut“, erzählt der 26-jährige Tiroler, der für den Auftakt der EM-Qualifikation nachnominiert worden war und auf seine Länderspielpremiere hofft.

Damit stellt spusu-Liga-Tabellenführer Schwaz Handball Tirol gleich vier Akteure. Während Gerald Zeiner als Interims-Kapitän für den verletzten Nikola Bilyk gesetzt ist, brennt auch Sebastian Spendier auf seinen Einsatz. Richard Wöss indes dürfte nach einer im Training erlittenen Knöchelverletzung wohl erst für das Spiel gegen Bosnien-Herzegowina (Sonntag) ein Thema sein. „Dass wir Schwazer gut eingespielt sind, ist im Team sicher kein Nachteil“, sagt Hochleitner und verweist auf den sensationellen Lauf in der Liga. „Die Saison ist bisher unglaublich, das hätte ich so nicht geglaubt, wenn mir das wer vorher gesagt hätte.“

🤾‍♂️ Handball - EM-Qualifikation

  • Auftakt, heute: Österreich – Estland 20.25 Uhr (live ORF Sport +)
  • Nächstes Spiel: Bosnien-Herzegowina – Österreich (Sonntag, 20 Uhr/live ORF Sport +)

Handball-EM 2022 in Ungarn und Slowakei (14. bis 30. Jänner 2022)

  • Gruppe 2: Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegowina, Estland.
  • Modus: Die Gruppenersten- und -zweiten lösen ein EM-Ticket, ebenfalls die vier besten Dritten der acht Qualifikations-Pools.

Teamchef Ales Pajovic zeigt sich trotz sieben Absagen vor dem Duell gegen Estland siegessicher. „Wir haben gut trainiert und die Jungs sind hoch motiviert. Mit einer guten Deckung und guten Torhüterleistungen bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel für uns entscheiden können.“ Estland, das ohne Legionäre antritt, stand man zuletzt am 12. Jänner 2008 gegenüber (34:31-Sieg).

Im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Wien wird heute mit Trauerflor gespielt und vor Anpfiff eine Schweige­minute abgehalten.

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