Sport reagiert entsetzt auf Anschlag in Wien

Auch die Sportwelt hat entsetzt auf den Terroranschlag von Wien reagiert. Besonders nahe ging das Attentat Fußball-Star David Alaba, der gebürtiger Wiener ist. „Bleib stark, Wien“, schrieb der derzeit wegen der Champions League in Salzburg weilende Verteidiger des FC Bayern München auf Instagram auf Deutsch und Englisch und ergänzte: „Ich bete für dich“. Bayern-Gegner RB Salzburg betonte vor dem abendlichen Match: „Unsere Herzen sind in Wien“.

Auch die Wiener Fußball-Großclubs Rapid und Austria reagierten noch in der Nacht in Sozialen Netzwerken. Während die Austria ihr Vereinslogo in schwarz präsentierte, twitterte der SK Rapid nach dem Anschlag: „Liebe Rapid-Familie, wir hoffen, ihr seid alle in Sicherheit! Was da gerade in unserer schönen Stadt passiert, ist unbeschreiblich. Bitte bewahrt Ruhe, bleibt zuhause und passt auf euch auf!“

Beide Clubs baten ihre Fans eindringlich, keine Videos in Sozialen Netzwerken zu posten. Der Eishockey-Club Vienna Capitals zeigte sich auf Twitter „tief betroffen“. Der ehemalige Formel-1-PIlot Alexander Wurz schrieb: „Schockierende Neuigkeiten aus Wien. Ich bete für die ganze Stadt und jeden Einzelnen. Und danke an die Einsatzkräfte, die ihr Bestes geben.“

Wurz dachte dabei auch an seinen Bruder Christoph, der Montagabend in einem Restaurant unmittelbar im Einsatzgebiet festgesessen sei. Offenbar ähnlich ging es Nicolas Massu. Der chilenische Coach von Tennis-Star Dominic Thiem schrieb: „Ich bin im Zentrum von Wien ganz in der Nähe des Angriffs. Sie lassen uns in einem Restaurant warten, bis wir wissen, wann wir weg können.“ Später gab Massu bekannt, sicher im Hotel angekommen zu sein. Insgesamt sei er an die acht Stunden fest gesessen, berichtete der Chilene und bedankte sich für die gute Behandlung im Restaurant.

In der Servus-TV-Sendung „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ plädierten ehemalige Spitzensportler angesichts der aktuellen Situation für mehr Toleranz und wandten sich gegen Hass in der Gesellschaft. „Wir wären alle gut beraten, wenn wir andere Religionen und Hautfarben akzeptieren würden. Wenn jeder so sein dürfte, wie er sein will, wäre die Welt eine Bessere“, meinte etwa Ex-Fußballer Toni Polster.

Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner empfahl Sportlern, sich politisch eher nicht zu äußern. „Du musst neutral sein und das große Ganze begeistern. Wenn Thomas Morgenstern springt, ist mir egal, wen er wählt, was er glaubt oder was er tut. Mich begeistert, was er leistet.“

Der angesprochene Morgenstern meinte: „Jeder soll sein Leben, seine Religion, seine Sexualität und sein Land haben. Das ist mir relativ egal. Wir alle Menschen sind gleich und streben für das Gleiche. Jeder will etwas erreichen und soll dem in seiner Weise nachgehen. Dass einer auf den anderen losgeht, ist für mich unverständlich.“


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