Mindestens elf Lehrer in Unruhe-Region von Kamerun entführt

In einer Unruhe-Region von Kamerun sind mindestens elf Lehrer entführt worden. Bewaffnete Männer hätten am Dienstag eine von der presbyterianischen Kirche betriebene Grundschule im Ort Kumbo in der Region Nordwest gestürmt, sagte der Leiter der presbyterianischen Kirche in Kamerun, Samuel Fonki. Schüler seien keine entführt worden. „Alle sind in Angst versetzt und wir wissen nicht, was mit den Lehrern als nächstes passiert“, sagte Fonki.

Der Hintergrund der Tat war bisher unklar. Allerdings herrschen in den anglophonen Regionen Nordwest und Südwest seit Jahren Unruhen. Hintergrund ist eine Krise zwischen der frankophonen Mehrheit und der englischsprachigen Minderheit des Landes. Die anglophone Minderheit hatte 2016 angekündigt, sich abspalten und einen Staat gründen zu wollen. Ihre Anhänger fühlen sich in Kamerun als Bürger zweiter Klasse. Immer wieder kommt es zu Angriffen von Separatisten sowie zu Protesten, gegen die Sicherheitskräfte zum Teil mit Gewalt vorgehen.

Kamerun war vor dem Ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie. Nach der deutschen Niederlage teilten sich die Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien das Land untereinander auf.

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