"Wie eine zweite Vorbereitung": Die Haie müssen erst wieder tief Luft holen

Nach dem großflächigen Ausbruch des Coronavirus bewegen sich die Innsbrucker Eishockey-Haie vorsichtig zurück in die „Normalität“.

Die Haie (im Bild Clemens Paulweber) wollen sich so schnell wie möglich wieder aufrichten.
© Michael Kristen

Von Alex Gruber

Innsbruck – Mit zwölf Feldspielern und einem Goalie ging Innsbrucks Trainergespann Mitch O’Keefe und Floria­n Pedevilla die letzten zwei Tage wieder aufs Eis, bis zum Wochenende sollen (fast) alle Erkrankten aus der Quarantäne in den Trainingsbetrieb zurück­kehren. „Es fühlt sich fast wie eine zweit­e Vorbereitung an“, notiert Eigengewächs Clemens Paulweber.

Das Haifischbecken war in den vergangenen Tagen richtig „durchseucht“ (mehr als ein Dutzend Fälle). Für Sekretärin Irmi Niederwieser und Sportvorstand Kurt Mitterer herrschte auch behördentechnisch Ausnahme­zustand. „Der Aufwand ist irre“, atmet Mitterer kurz durch, um gleich hinterherzureichen: „Der Verein muss sich aus medizinischer Sicht absichern. Die Cracks sollen nach der Erkrankung nicht sofort ans Limit gehen.“ Und ohne Lungentests und grünes Licht seitens der medizinischen Abteilung könne man nicht wieder in den Spielbetrieb einsteigen.

"War frustrierend zu warten"

Genau gesagt würde die Bet-at-home ICE Hockey League, in der mittlerweil­e fast alle Clubs, zum Teil auch großflächig, betroffen waren, am kommenden Dienstag (10.11.) wieder in den Liga-Alltag zurückkehren. Der Haie-Gegner in der Tiwag-Arena wäre auf dem Papier Bozen, kann aber durchaus auch ein anderer sein.

„Wir müssen langsam wieder hineinfinden, um ein Gefühl für Kufen und Schläger zu bekommen. Wir arbeiten momentan vor allem mit Small-Area-Games (kleine Spielformen im beengten Raum)“, merkt Co-Trainer Pedevilla an. An anderes ist angesichts des mangelhaften Personalstandes ohnehin schwer zu denken.

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„Ich bin zuletzt auch nur 14 Tage auf der Couch gesessen, es war frustrierend zu warten. Jeder wird seine Zeit brauchen, um wieder auf Touren zu kommen und sein Selbstvertrauen zu finden. Das Wichtigste ist es aber, keine gesundheitlichen Schäden zu riskieren“, schließt Headcoach O’Keefe verantwortungsvoll den Kreis.

Das erste Spiel nach der Corona-Pause soll am Sonntag Graz gegen Villach lauten.


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