Bürger in der Region St. Johann werden mehr eingebunden

Wenn es um den Namen für das neue Kinderbetreuungszentrum in St. Johann oder einen neuen Regiobus geht, setzt man auf Bürgerbeteiligung.

Die Kinder sollen sich im neuen Kinderbetreuungszentrum in der Innsbrucker Straße in St. Johann besonders wohl fühlen.
© Visualisierung: Architektengruppe P3

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Die Arbeiten am neuen Kinderbetreuungszentrum St. Johann am Elbogenfeld laufen auf Hochtouren. Der Rohbau ist bereits errichtet, und so wird in den nächsten Monaten der terrassenförmig angelegte, barrierefreie und teilunterkellerte Bau mit zwei Geschoßen sowie vielen Frei- und Grünflächen fertig gestellt. In den großzügigen Freibereichen gibt es einen Erlebnisspielplatz zum handwerklichen Tun, einen Beeren- und Gemüsepflanzgarten, einen Schmetterlingslandeplatz und vieles mehr, das den Wissensdurst und die Kreativität der Kinder fördert, verlautbart die Marktgemeinde.

Einzig der sperrige Name Kinderbetreuungszentrum für den 8,5-Millionen-Euro-Bau stört die Verantwortlichen. Jetzt ist die Bevölkerung aufgerufen, einen Namen für die Einrichtung zu finden, in der sich ab Herbst 2021 die Kinderkrippe mit vier Gruppen und der Kindergarten mit sieben Gruppen befinden soll. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Zum einen mittels Online-Formular unter www.treffpunkt-stjohann.at/namenswettbewerb, zum anderen erhalten die Kinder Formulare für die Eltern ausgeteilt und es besteht auch die Möglichkeit, Vorschläge direkt im Marktgemeindeamt abzugeben.

Mitmachen dürfen alle, die ihren Hauptwohnsitz in St. Johann haben. Einsende­schluss für die Abgabe im Gemeindeamt ist der 13. November 2020. Online läuft der Wettbewerb bis 25. November 2020. Aus allen eingereichten Namensvorschlägen wählt eine Jury zunächst fünf Vorschläge aus und kürt dann aus diesen fünf Vorschlägen den Namen. Zu gewinnen gibt es St. Johanner Einkaufsgutscheine.

Die Jury besteht aus Bürgermeister Hubert Almberger, der Leiterin der Kinderkrippe Andrea Hauser, der Leiterin des Kindergartens Bahnhofstraße Sandra Raß, Gemeinde­rat Peter Wallner vom Ausschuss für Bildung und Familie, dem Kulturbeauftragten der Marktgemeinde Peter Fischer, der Geschäftsführerin des Ortsmarketings Marije Moors, dem Architekten Gottfried Heugenhauser sowie den beiden Elternvertretern Tamara Größing und Roman Ellinger. Die Bekanntgabe des Namens mit Preisverleihung wird Anfang Dezember stattfinden.

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Aber auch an anderer Stell­e setzt man auf Bürgerbeteiligung: So ist für die Region St. Johann, Oberndorf und Kirchdorf ein nachhaltiges Mobilitäts-Angebot in Form eines regionalen Bussystems geplant. Projektträger für dieses Vorhaben ist der Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing St. Johann in Tirol, der Regio-Tech GmbH und den drei teilnehmenden Gemeinden.

„Die bestehenden öffentlichen Verkehrsverbindungen beziehen sich hauptsächlich auf die Hauptverkehrsachsen zu den Stoßzeiten und in der Hauptsaison. Es gibt aber viele Weiler und Ortsteile in den drei Gemeinden, welche schlecht oder gar nicht eingebunden sind!“, erklärt Fides Laiminger, Mobilitäts­koordinatorin der Leader­region PillerseeTal/Leukental, das aktuelle Projekt.

Die Hoffnung der beteiligten Bürgermeister ist auch, dass durch das Bussystem manchen Einheimischen ermöglicht werden kann, auf ein Zweit- oder Drittauto zu verzichten, heißt es seitens des Tourismusverbands.

Um auch die Meinungen und Wünsche der Bevölkerung zu erfassen, wurde unter www.regiobus.tirol eine Kurzumfrage erstellt. Unter allen Teilnehmern der Umfrage werden Sachpreise vom VVT und vom Tourismusverband Kitzbüheler Alpen St. Johann in Tirol verlost.


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