TVB-Obmann: Brixentaler haben die Wahl zwischen zwei Kandidaten

Im Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Brixental werden die Weichen neu gestellt. Steindl und Wurzrainer wollen Obmann werden.

Toni Wurzrainer und Willi Steindl wollen beide der neue Obmann des TVB Kitzbüheler Alpen – Brixental werden.
© Kitzbueheler Alpen Brixental

Von Harald Angerer

Brixen i. Th., Kirchberg, Westendorf – Es sind veränderte Vorzeichen – die Vollversammlung des Tourismusverbandes Kitzbüheler Alpen – Brixental am 25. November wird eine ungewöhnliche. Schuld daran ist aber nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die anstehende Wahl des neuen Aufsichtsrates und Vorstandes des Verbandes. Denn zum ersten Mal seit der Fusion der TVB Westendorf, Kirchberg und Brixen wird es einen neuen Obmann geben. Das steht schon im Vorfeld fest. Bereits vor Wochen hat Alexander Aigner angekündigt, zwar zur Wahl anzutreten, aber nicht mehr die Funktion des Obmannes anzustreben.

Willi Steindl
© Steindl

Für Kirchberg wird das noch ungewöhnlicher, denn vor seiner Zeit als Obmann des Gesamtverbandes stand Aigner viele Jahre dem TVB Kirchberg vor. Nun soll der Verband in neue Hände gelegt werden. Schon früh in Stellung gebracht hat sich der Kirchberger Hotelier Willi Steindl. Bereits sein Vater war lange Zeit Aufsichtsratsvorsitzender des TVB. Für Aufsehen gesorgt hatte Steindl zuletzt mit einer Umfrage zur Arbeit des Tourismusverbandes. Die darauffolgende Auseinandersetzung zwischen ihm und Aigner hat wohl auch dessen Beschluss, nicht mehr als Obmann antreten zu wollen, bestärkt.

„Die Mitglieder im Verband wünschen sich frischen Wind“, sagt Steindl. Er sei nun seit acht Jahren Hotelier in Kirchberg und möchte den Verband zukunftsfit machen. „Wichtig ist es mir, die Wertschöpfung pro Bett zu steigern, hier liegen wir im Vergleich zu anderen Verbänden zurück“, erklärt Steindl.

Toni Wurzrainer
© Angerer Harald

Als zweiter Kandidat taucht nun ein bekannter Name auf. Ins Rennen um die Obmannschaft geht auch der Noch-Ortsausschussobmann von Kirchberg und nunmehrige Hotelier in Westendorf, Toni Wurzrainer. „Eine Wahl ist erst eine Wahl, wenn es einen zweiten Kandidaten gibt, und unsere Mitglieder haben es verdient, dass sie eine wirkliche Wahl haben“, sagt Wurzrainer. In einer so schwierigen Zeit seien Erfahrung und Sparsamkeit sehr wichtig. „Der verantwortungsvolle Umgang mit Geldern und Mitarbeitern steht an oberster Stelle“, betont Wurzrainer.

Eine Herausforderung wird aber auch die Vollversammlung an sich. „Laut Landesregierung dürfen wir die Versammlung abhalten, natürlich unter ganz verschärften Auflagen“, schildert TVB-GF Max Salcher. So dürfen lediglich 200 Personen in den Saal der Arena365 in Kirchberg. „Wir werden die Versammlung mit einer Live-Übertragung auf eine Videoleinwand vor der Arena365 übertragen“, sagt Salcher. Auch wurde die Beginnzeit auf 16 Uhr vorverlegt, damit die Ausgangssperre eingehalten werden kann. Der Fokus liegt natürlich auf den Wahlen. Es ist dank des neuen Tourismusgesetzes möglich, schon ab dem 17. November in den einzelnen Ortsstellen seine Stimme abzugeben. „Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir die Mitglieder, diese Möglichkeit zu nützen“, sagt Salcher.


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