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Bei den Selbstständigen droht wegen der Corona-Krise eine Pleitewelle

In Österreich gibt es fast 320.000 Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Vielen Unternehmern droht wegen massiver Umsatzeinbußen der Ruin.

Rund 60 Prozent der heimischen Unternehmen – etwa Reitlehrer – sind Kleinstbetriebe ohne angestellte Beschäftigte.
© iStock

Von Cornelia Ritzer

Wien – Mehr als die Hälfte aller Unternehmen in Österreich sind Ein-Personen-Unternehmen (EPU) – und somit laut Wirtschaftskammer eine tragende Säule der Wirtschaft. Fast 25.000 EPU gibt es in Tirol (Stand Dezember 2019, WK), österreichweit sind es 318.793. Die Jobs erstrecken sich quer durch alle Branchen: Ob Grafikerin oder Therapeut, Altenpfleger oder Rechtsanwältin – sie alle sind Chef und Mitarbeiter in einer Person. Und viele von ihnen wurden von der Corona-Krise hart getroffen, durch Betriebsschließungen brachen Aufträge weg. Auch die neuerlichen Beschränkungen bedrohen die Existenz der Freiberufler massiv.

Auf die knappe Liquidität der kleinen Unternehmen sowie der Selbstständigen hat der Ökonom Christoph Badelt, Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), wiederholt hingewiesen. Er sieht durch die drohenden Insolvenzen „eine neue Form des Proletariats“ auf Österreich zukommen, da Selbstständige ohne Job nicht von der Arbeitslosenstatistik erfasst werden, sondern gleich in die Mindestsicherung fallen würden.

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