Höchstwert an Corona-Neuinfektionen in Deutschland und Polen

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor. In Polen überschritt die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 27.000. Im heftig von der Corona-Pandemie betroffenen Belgien ging die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern erstmals seit Wochen leicht zurück.

Den bisher höchsten Wert in Deutschland seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16.774. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie 597.583 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 05.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 118 auf insgesamt 10.930. Das RKI schätzt, dass rund 391.600 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

In Polen kamen innerhalb von 24 Stunden 27.143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (3.888) in der Region Großpolen im Westen das Landes, wie das polnische Gesundheitsministerium mitteilte. Der bisherige Rekordwert war mit 24.692 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Im gleichen Zeitraum starben 367 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie gab es damit 6.842 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion

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Ab Samstag gelten in Polen weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kinos, Theater und Museen werden erneut geschlossen - ebenso wie Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Alle Schulen stellen auf Fernunterricht um. Die Auflagen sollen bis zum 29. November gelten.

In Belgien ging die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus um ein Prozent auf 7.405 zurück. Die Intensivstationen der Krankenhäuser sind jedoch weiterhin stärker ausgelastet, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano vom Donnerstag hervorgeht. 1.412 von ihnen wurden auf den Intensivstationen behandelt - ein Zuwachs um vier Prozent. Damit nähert Belgien sich weiter der derzeitigen Maximal-Kapazität von rund 2.000 Intensivbetten. Weil einige Krankenhäuser bereits überlastet waren, wurden Patienten zum Teil in andere Einrichtungen - auch über die Grenze nach Deutschland - gebracht.

Die Zahl jener Menschen, die mit oder an dem Coronavirus gestorben sind, steigt unterdessen weiter stark an. Im Wochenvergleich legte der Wert um 106 Prozent auf knapp 147 Todesfälle täglich zu.

Belgien ist europaweit eines der am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Seit Montag gelten deshalb verschärfte Einschränkungen. Unter anderem dürfen nur noch Geschäfte öffnen, die unbedingt notwendige Waren verkaufen.


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