Teils gewaltsame Proteste rund um US-Wahl

In den USA ist es in der Nacht auf Donnerstag wegen der unklaren Lage bei der Präsidentenwahl vielerorts zu teils gewaltsamen Protesten gekommen. In Portland im US-Staat Oregon nahm die Polizei eigenen Angaben zufolge bei Demonstrationen zehn Personen fest und stellte waffentaugliches Material sicher. Vor einem Behördengebäude in Arizona, in dem Wahlstimmen ausgezählt werden, versammelte sich eine große Gruppe von teils bewaffneten Anhängern des Präsidenten Donald Trump.

Die Polizei in Portland sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden. Oregons Gouverneurin Kate Brown aktivierte die Nationalgarde, um die „weitverbreitete Gewalt“ einzudämmen.

In Arizona hatten sich in der Nacht vor einem Wahllokal mehrere Anhänger Trumps versammelt, einige von ihnen bewaffnet mit Gewehren und Pistolen. Anlass sind unbestätigte Gerüchte, wonach absichtlich Stimmen für Trump nicht ausgezählt werden.

In New York City kam es nach einem Bericht der „New York Times“ zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Die Polizei meldete, sie habe mehr als 20 Personen festgenommen, die einen friedlichen Protest hätten kapern wollen.

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Auch in Chicago und Philadelphia wurden Proteste gemeldet, in Minneapolis blockierten nach Angaben der „New York Times“ mehrere Hundert Demonstranten eine Bundesstraße. Auch in Atlanta und Oakland kam es zu Demonstrationen. Bei den meisten Kundgebungen forderten die Teilnehmer, dass die Auszählung der Stimmen in den noch offenen Bundesstaaten fortgesetzt wird.

In Detroit im Bundesstaat Michigan versammelte sich eine Gruppe von Demonstranten vor einem Auszählungsbüro und skandierte „Stoppt die Auszählung“, wie auf Videos mehrerer Medien zu sehen ist. Auch in Phoenix im Bundesstaat Arizona versammelten sich mehrere Dutzend Demonstranten vor einem Behördengebäude, in dem Stimmen ausgezählt wurden, wie auf Bildern des Fernsehsenders CNN zu sehen ist. Einer CNN-Reporterin zufolge forderten einige den Stopp der Auszählung. Andere wollten dagegen, dass alle Stimmen gezählt werden. Einige hätten Waffen wie Automatikgewehre dabei gehabt.

Die Wahlbehörde betonte, dass die Stimmenauszählung fortgesetzt werde. Das Gebäude wurde unterdessen abgeriegelt und die Journalisten mussten es verlassen. In Arizona ist es erlaubt, Waffen offen zu tragen. Der amtierende Präsident Trump hat ein Ende der Auszählung gefordert und beansprucht den Wahlsieg für sich.


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