Coronavirus-Neuinfektionen in Österreich nun bei über 7.400

Nach dem Sprung auf über 6.000 Fälle am Mittwoch, ist am Donnerstag mit 7.416 SARS-CoV-2-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden in Österreich der zu erwartende nächste Höchstwert vermeldet worden. Das Innenministerium meldete 2.737 Personen, die aufgrund des Coronavirus in krankenhäuslicher Behandlung waren, davon 407 auf Intensivstationen. Erstmals gibt es auch über 50.000 aktiv Infizierte. Indes wurde die Corona-Ampel in allen Bezirken in Österreich auf rot geschaltet.

Die Corona-Kommission hat in ihrer Sitzung am Donnerstagnachmittag für alle Bezirke und Regionen Österreichs ein sehr hohes Infektionsrisiko festgestellt. Damit sind auch die letzten gelben und orangen Flecken auf der Landkarte verschwunden. Bisher gab es noch 15 Bezirke und Regionen, bei denen das Infektionsrisiko als mittel oder hoch bewertet wurde. Bei allen diesen Bezirken wurde die Einschätzung verschärft.

Seit Ausbruch der Pandemie gab es insgesamt 132.515 positive Testergebnisse in Österreich. 1.268 Personen sind an den Folgen des Coronavirus verstorben, 80.604 Personen sind wieder genesen. Daraus ergeben sich über 50.000 aktiv Infizierte. In den vergangenen sieben Tagen waren es im Schnitt täglich 5.350 Neuinfektionen die dazu kamen, die Zahl der Intensivpatienten stieg in diesem Zeitraum um fast 65 Prozent.

Neuinfektionen im vierstelligen Bereich vermeldeten Nieder- und Oberösterreich mit 1.053 bzw. 1.540 sowie Wien mit 1.231 positiven Test. Die restlichen Bundesländer teilen sich wie folgt auf: Burgenland: 233, Kärnten: 338, Salzburg: 497, Steiermark: 987, Tirol: 828 und Vorarlberg: 709.

Die Sieben-Tages-Inzidenzen erreichten vor der anstehenden nächsten Ampelschaltung ebenfalls neue Höchstwerte, Vorarlberg stieg sogar von 579,6 auf 662,5 und ist somit das Bundesland mit dem größten Wert, gefolgt von Oberösterreich und Tirol. Österreich liegt inzwischen auf 407,7 Fällen pro 100.000 Einwohnern, noch vor einer Woche lag dieser Wert beim AGES-Dashboard bei rund 250.

Wien plant indes die Einrichtung einer dritten Coronavirus-Teststraße. Sie soll im Westen der Stadt angesiedelt werden, wie ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag der APA präzisiert hat. Derzeit würden mehrere Standorte - vor allem entlang der Achse des Wientals - geprüft, hieß es. Eine Umsetzung ist bis Anfang Dezember geplant. Teststraßen stehen bereits beim Happel-Stadion und auf der Donauinsel zur Verfügung.


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