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Vielen Tiroler Bürgermeistern wachsen die Deponien über den Kopf

Gerade wenn in der Nähe von Siedlungen um eine Deponie angesucht wird, wurmt es viele Ortschefs, dass sie kein Mitspracherecht haben.

Tirolweit gibt es 276 Deponien – im Bezirk Schwaz sind es insgesamt 43.
© Andreas Rottensteiner / TT

Von Eva-Maria Fankhauser

Jenbach, Hart, Ried i. Z. – Mancherorts in Tirol hat man das Gefühl, dass Deponien wie Schwammerln aus dem Boden schießen. Laut Land Tirol gibt es seit Jahresbeginn insgesamt 276 Deponien. Den Großteil davon machen die Ablagerungen von Bodenaushub aus. Mit einer Fläche von mindestens 100.000 m² und größer findet man in Tirol 52 Deponien. Etwa 109 Ablagerungsplätze weisen eine Fläche unter 100.000 m² auf und 95 Deponien bieten Platz für Material auf unter 35.000 m². „Das aktuell vorhandene, offene Deponievolumen reicht in etwa noch für knapp sechs Jahre“, heißt es seitens des Landes.

Aber die Ansuchen für neue Abladeplätze reißen nicht ab. Und das stößt nicht nur den Anrainern sauer auf, sondern zunehmend auch einigen Bürgermeistern. Denn die Gemeinde hat dabei im Normalfall keine Parteistellung. Zuletzt setzten sich daher Gemeinderäte und zahlreiche Anrainer in Terfens gegen eine geplante Bodenaushubdeponie zur Wehr – die TT berichtete. Ebenso wie in Hart im Zillertal, wo man sogar versuchte, mit einer Tonnagenbeschränkung die Zufahrt zu einem geplanten Standort am Berg zu verhindern.

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