Industriellenvereinigung lehnt neue Sonderbetreuungszeit ab

Nach anfänglichem Lob von mehreren Seiten regt sich nun auch Widerstand gegen die Verlängerung der Sonderbetreuungszeit. Ein einseitiger Rechtsanspruch gefährde die Arbeit in den Unternehmen, warnte die Industriellenvereinigung (IV) am Freitag in einer Aussendung und lehnte das Vorhaben daher ab. Auch die Kostenfrage sah Generalsekretär Christoph Neumayer noch nicht eindeutig beantwortet.

Zwar ist das Thema Kinderbetreuung für die IV „ein ganz wesentliches“, betonte Neumayer. Für ihn braucht es aber „ausgewogene, flexible und einvernehmliche Lösungen, die beide Seiten berücksichtigen“. Im nun eingebrachten Modell gehe „jede Flexibilität und Planungssicherheit für die Unternehmen verloren“. Angesichts der ständigen Möglichkeit kurzfristiger Personalausfälle seien Planungs- und Besetzungsschwierigkeiten „quasi vorprogrammiert“.

Auch die Kostenfrage muss für die IV „ehrlich beantwortet werden“. So würde der Ersatzanspruch der Arbeitgeberseite zwar auf 100 Prozent des fortgezahlten Entgelts erhöht werden - allerdings gedeckelt mit der Höchstbeitragsgrundlage und ohne Ersatz der Lohnnebenkosten. „Es kann nicht sein, dass Unternehmen vor vollendete Tatsachen gestellt werden und obendrein auf anfallenden Kosten sitzenbleiben - noch dazu in einer ohnehin wirtschaftlich so herausfordernden und kritischen Phase“, kritisierte Neumayer.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

Kommentieren


Schlagworte