Schretter & Cie investiert in Vils, Geschäftsführung wechselt

Langweilig wird Reinhard Schretter dieser Tage nicht. Der Zementindustrielle hat gleich mehrere „Baustellen“ zu managen.

Drei Zementsilos mit je 55 Metern Höhe wurden in den letzten Tagen bei Schretter & Cie in Vils in die Höhe gezogen.
© Mittermayr Helmut

Von Helmut Mittermayr

Vils – Langweilig wird Reinhard Schretter dieser Tage nicht. Der Zementindustrielle hat gleich mehrere „Baustellen“ zu managen. Während für Schretter & Cie im Werk Kirchbichl, das geschlossen wurde, Auflösung und Verwertung der Liegenschaft die Themen sind, geht es im Stammwerk Vils darum, eine Investition im mittleren zweistelligen Millionenbereich auf den Boden zu bringen, besser gesagt in die Höhe. Die Skyline des Zementwerkes hat sich in den letzten Tagen augenscheinlich verändert. Drei Silos sind in nur wenigen Tagen in Gleitbauweise in die Höhe gezogen worden. Obwohl jeweils 55 Meter hoch, integrieren sie sich ins Werks- und Ortsbild. In den kommenden Monaten folgen Stahlbau, Förder- und Verladeeinrichtungen sowie die Steuerung dieser Lager- und Verladeanlage, die im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen soll. Die drei Zementsilos sowie die im August 2020 angefahrene Zementmahlanlage 6 sind die Schwerpunkte des umfangreichen Investitionsprogramms.

Nach 39 Jahren im Unternehmen steht für den 65-Jährigen mit Jahreswechsel ein Schritt an, der in der für Schretter gewohnt bedachten Weise abgewogen wurde, deshalb aber nicht unbedingt freudig erwartet werden muss. Alleingeschäftsführer Reinhard Schretter, von 2008 bis 2016 auch Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, zieht sich Anfang nächsten Jahres aus der operativen Geschäftsführung zurück. Ihm folgt Tobias Konzmann (34) nach. Seit 2017 ist das deutsche Familienunternehmen Schwenk Zement gemeinsam mit der Familie Schretter Mitgesellschafter im Unternehmen.

Als künftiger Vorsitzender des Gesellschafterbeirats folgt Reinhard dann seinem Bruder Bernhard Schretter (Ex-Plansee-Vorstand) nach und möchte seine Erfahrungen aus anderer Perspektive ins Unternehmen einbringen. Als größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht er die Bewältigung der CO2-Thematik.


Kommentieren


Schlagworte