Mode und Sport im „grünen Haus“ in der Innsbrucker Rossau

Die Tiroler Unternehmerfamilien Feucht und Oberrauch eröffnen im Frühjahr 2021 einen Lifestyle-Tempel.

Die Familienunternehmen Feucht und Sportler – (von links) Leopold, Leopold sen., Christoph und Wolfgang Feucht mit Elisabeth und Jakob Oberrauch – wollen den Tiroler Markt nicht internationalen Ketten überlassen.
© Martin Vandory

Innsbruck – Derzeit wird im ehemaligen Leiner-Gebäude unter Hochdruck umgebaut, denn das Tiroler Familien­unternehmen Feucht belebt das „grüne Haus“ nahe der Autobahnauffahrt Innsbruck Ost gemeinsam mit der Südtiroler Unternehmerfamilie Oberrauch wieder. In Abstimmung mit der Innsbrucker Stadtführung entsteht ein Mod­e-, Lifestyle- und Sporthaus. Eröffnet werden soll in rund einem halben Jahr.

Das 2012 eröffnete Leiner-Gebäude steht seit mehr als zwei Jahren praktisch leer, die Feuchts einigten sich mit René Benkos Signa-Holding über den Kauf der Immobilie um 12 Mio. Euro. Seitdem wurden Pläne gewälzt und in enger Zusammenarbeit mit der Stadtpolitik Innsbruck ein Nutzungskonzept entwickelt – in Planung ist etwa auch ein Radweg.

"Entschleunigung und Wohlfühlen"

Gemeinsam mit der Südtiroler Unternehmerfamilie Oberrauch (Sportler Witting) soll ein für Westösterreich neuartiges Fashion-, Sport- und Lifestylekonzept auf drei Ebenen eröffnet werden. „Wir wollen vom Baby bis zu Oma und Opa somit die ganze Familie ansprechen und ihnen beim Einkaufen eine feine Zeit bereiten“, erklärt Wolfgang Feucht. Dementsprechend ist das Shoppingkonzept auf Entschleunigung und Wohlfühlen ausgerichtet.

„Die Einrichtung wird von heimischen, natürlichen Materialie­n getragen. In weiten Zügen wird eine Wohnzimmeratmosphäre vorherrschen“, schildert Christoph Feucht. Auch ein Gastro-Angebot soll es geben. Dazu kommen großzügige Aufenthaltsbereiche zum Entspannen, wo kein Konsumzwang herrschen wird, sagt Wolfgang Feucht. Die Kundenbedürfnisse sollen im neuen Einkaufstempel ganz in den Mittelpunkt gerückt werden. Die Feucht-Zentrale in Hall werde weiterbestehen, in Innsbruck werde eine weitere der 21 Feucht-Filialen eröffnet.

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Auch die Südtiroler Familie Oberrauch will ihre Geschäftsflächen erweitern. Der Sportler-Standort in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße bleibt bestehen. Im neuen Geschäftshaus wird der 26. Standort eröffnet. Der Fokus liege ausschließlich auf alpinen Sportarten, erklärt das Geschwisterpaar Jakob und Elisabeth Oberrauch. Das Ladenbaukonzept des gesamten Hauses, das auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Recycling aufgebaut ist, wird auch bei Sportler nahtlos durchgezogen.

„Wie im gesamten Gebäude wird auch bei uns ausschließlich mit nachhaltigen und/oder recycelten Materialien gearbeitet“, erklärt Sportler-Chef Jakob Oberrauch. Insgesamt wurden fünf Mio. Euro in die Adaption des Hauses investiert, bei Feucht sollen rund 70 Mitarbeiter, bei Sportler 25 beschäftigt werden. (ver)


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