Nächster Corona-Rekord in den USA

Die USA haben am zweiten Tag in Folge eine Rekordzahl neuer Corona-Fälle verzeichnet. Am Donnerstag (Ortszeit) wurden 121.888 Neuinfektionen bekannt, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. Erst am Vortag war mit 102.831 Fällen erstmals die Marke von 100.000 neu registrierten Infektionen innerhalb eines Tages überschritten worden. Am Donnerstag kamen den Zahlen zufolge 1.210 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 9,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nahezu 235.000 Menschen starben - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

In Deutschland sind erstmals mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Freitag hervor. Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18.681 gelegen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 166 auf insgesamt 11.096. Das war der höchste Anstieg seit Anfang Mai. Schon in den vergangenen drei Tagen hatte die Zahl deutlich über 100 gelegen. Der insgesamt höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

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In Tschechien verzeichnet das Gesundheitsministerium 13.231 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt sind damit 391.945 Ansteckungsfälle nachgewiesen. Die Zahl der Menschen, die mit oder am Coronavirus starben, steigt um 197 auf 4.330. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat in den vergangenen beiden Wochen in Europa die meisten Todesfälle gemessen an der Einwohnerzahl aufgewiesen. Tschechien hat auch eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Seit 22. Oktober herrscht in dem Land ein Lockdown. Im Rahmen des Ausnahmezustands gelten weitgehende Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Slowenien hat den Lockdown wegen der weiterhin schlechten epidemiologischen Lage wieder verlängert. Ein Teil der Schüler werden nach zweiwöchigen Herbstferien nächste Woche nicht in die Schulen zurückkehren, auch für sie wird es Fernunterricht geben, beschloss die Regierung. Wie lange die Einschränkungen noch dauern werden, ist unklar. Premier Janez Jansa deutete an, dass die Restriktionen mindestens noch einen Monat in Kraft sein könnten. In Slowenien sind die Tageswerte von Neuinfektionen zuletzt etwas zurückgegangen, nachdem sie Anfang der Woche bereits über 2.000 lagen.

In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen laut Gesundheitsministerium am Freitag gegenüber dem Vortag von 34.505 auf 37.809 gestiegen. Auch gab es 446 Todesfälle, einer mehr als am Vortag. Die Zahl der verstorbenen Infizierten in Italien seit Beginn der Epidemie im Februar kletterte somit auf 40.638 Opfer, teilte das Gesundheitsministerium mit. Innerhalb von 24 Stunden wurde eine Rekordzahl von 234.245 Tests durchgeführt.

Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle stieg am Freitag auf 499.118, in Quarantäne befanden sich 472.598 Personen. Die Zahl der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten erhöhte sich gegenüber dem Vortag von 23.256 auf 24.005, teilte die italienische Behörde weiter mit. Auf den Intensivstationen lagen 2.515 Patienten.

Italiens Regierung hat wegen der massiv steigenden Corona-Zahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen ab dem heutigen Freitag beschlossen. Ab Freitagabend tritt eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr sowie die Schließung von Einkaufszentren am Wochenende in Kraft. In vier Regionen - Lombardei, Piemont, Aostatal und Kalabrien - wurde ein „Lockdown light“ mit Ausgangsverbot und Reisebeschränkungen verhängt. Geschäfte und Lokale mit Ausnahmen von Supermärkten, Apotheken, Zeitungskiosken und Trafiken müssen in diesen Regionen schließen. Die Regierung will Stützungsmaßnahmen für die betroffenen Wirtschaftssektoren ankündigen.

In Estland erreichte die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag mit 241 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand. Die meisten davon wurden in der Hauptstadt Tallinn und der umliegenden Region verzeichnet. Dies teilte die Gesundheitsbehörde in Tallinn mit. Der bisherige Rekordwert lag bei 208 Fällen.

In London wurden bei einer Anti-Lockdown-Demonstration mehr als 100 Teilnehmer festgenommen. Es gebe keine Entschuldigung für Menschen, gegen Vorschriften zu verstoßen, die eine weitere Ausbreitung des Corona-Erregers verhindern sollen, teilte die Polizei in der Nacht auf Freitag mit. Die Demonstranten zogen am Donnerstagabend durch Straßen mitten in der Hauptstadt und riefen unter anderem „Freiheit“. Seit Donnerstag gibt es in England einen Teil-Lockdown. Die Menschen dürfen vier Wochen lang nur aus triftigem Grund wie Arbeit oder Arztbesuche ihr Zuhause verlassen.

Alle EU-Länder bis auf Finnland werden von der EU-Corona-Ampel mit der höchsten Warnstufe rot bewertet. Laut dem Update von Donnerstag werden neben Finnland nur einzelne Regionen Griechenlands sowie die zu Portugal gehörenden Azoren auf der EU-Karte zur Einschätzung der Corona-Situation orange eingestuft. Grünes Licht gibt es einzig und allein für Dänemarks autonomes Territorium Grönland. Grau erschienen am Freitag Liechtenstein und die Slowakei, was bedeutet, dass der EU-Gesundheitsagentur ECDC noch nicht genug Informationen für eine Neubewertung vorliegen.


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