Weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit Spaniens Altkönig

Die spanische Generalstaatsanwältin Dolores Delgado hat mitgeteilt, dass ein drittes Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Altkönig Juan Carlos I. eingeleitet worden ist. Eine entsprechende Mitteilung wurde am Freitag auf der Internetseite der Generalstaatsanwaltschaft veröffentlicht. Medien berichteten, Delgado habe keine Details des Verfahrens genannt, das sich noch im Anfangsstadium befinde. Es sei wegen eines Geheimdienstberichts über Geldwäsche eingeleitet worden.

In einem anderen Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit der „Wüsten-Zug-Affäre“ habe sich der Verdacht gegen den Altkönig aber bisher nicht bestätigt, berichtete RTVE unter Berufung auf Delgado. Der Verdacht lautete, Juan Carlos habe 2008 als „Vermittler“ zwischen Saudi-Arabien und spanischen Firmen 100 Millionen Dollar erhalten.

Erst am Dienstag hatte Delgado ein weiteres Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Vater des jetzigen Königs Felipe VI. bestätigt. Medienberichten zufolge geht es dabei um den Verdacht der Steuerhinterziehung durch die Benutzung von Kreditkarten.

Als König war Juan Carlos I. früher wegen seiner Rolle beim Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie und seines Widerstandes gegen einen Putsch 1981 beliebt. Inzwischen hat sich das jedoch wegen vieler Skandale geändert. Anfang August verließ der Altkönig heimlich sein Land. Erst nach zwei Wochen teilte das Königshaus mit, Juan Carlos sei in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist, wo er sich mutmaßlich bis heute aufhält.

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