Geburten in der Innsbrucker Klinik auch weiter ohne Maske möglich

Aufgrund des neuerlichen Lockdowns wurden auch die Regeln an der Innsbrucker Klinik hinsichtlich Geburten angepasst.

Mamas und Papas können auch im Lockdown das Wunder der Geburt gemeinsam erleben.
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Innsbruck – Aufgrund des neuerlichen Lockdowns wurden auch die Regeln an der Innsbrucker Klinik hinsichtlich Geburten angepasst. „Trotz aller Beschränkungen ist es aber möglich, dass Väter bei der Geburt dabei sein können und ihnen auch eine Stunde Besuchszeit pro Tag ermöglicht wird“, beruhigt Oberärztin Ale­xandra Ciresa-König.

Klar sei auch, dass nur die Väter und das Personal während der Geburt selbst eine Maske tragen müssen, die Gebärende indes nicht. „Manche Kliniken handhaben das anders, im Sinne des Mitarbeiterschutzes wäre es eine Überlegung wert, wir haben aber entschieden, dass das den Frauen nicht zumutbar ist.“ Väterbesuche sind jeweils von 14 bis 17 Uhr möglich, die Männer müssen sich bei den Müttern anmelden, damit sich die Frauen, meist sind zwei in einem Raum, abstimmen können. In der Innsbrucker Klinik kommen pro Tag zwischen vier und 12 Kinder zur Welt, pro Jahr etwa 2300. „Das verläuft in Stoßzeiten“, weiß Ciresa-König.

Es ist für alle eine gewaltige Herausforderung, aber wir erleben auch viel Schönes.
Alexandra Ciresa-König (Klinik Geburtshilfe)

In Bälde rechnet man auch mit den Babys, die im ersten Lockdown gezeugt worden sind. „Da es in Tirol keine verbindliche Geburtsanmeldung gibt, wissen wir nicht genau, was uns erwartet, es könnte zu einer Zunahme kommen.“ Fest steht indes, dass diese Zeit auch für das Personal besonders herausfordernd ist. Bei geplanten Kaiserschnitt-Entbindungen werden die Mütter im Vorfeld getestet. „Bei Spontangeburten können wir derzeit aber nicht sagen, ob wir es mit einer Corona-infizierten Patientin zu tun haben oder nicht“, so die Oberärztin. Es werde zwar bei der Aufnahme ein Abstrich gemacht, das Ergebnis treffe meist aber erst nach der Geburt ein. Wie die TT erfuhr, wird bei Geburten künftig generell ein Antikörper-Test angedacht.

Bei Gebärenden, die Corona-positiv getestet sind, erfolge die Niederkunft in einem Spezialraum. Zur Minimierung des Risikos dürfe der Partner, auch wenn er negativ getestet ist, nicht dabei sein. „Das ist eine schwierige Situation, für alle Beteiligten“, sagt die Spezialistin. Jedenfalls wird darauf geschaut, dass Babys und Mütter, sofern es ihr Gesundheitszustand erlaubt, sofort zusammenkommen. „Positive Mütter dürfen auch stillen, dann allerdings mit Maske“, so Ciresa-König. Es seien bisher nur wenige Fälle bekannt, in denen die Babys auch positiv waren. „Auch dafür ist die Klinik gerüstet“, so die Ärztin. Die derzeitige Situation sei eine gewaltige Herausforderung für alle, aber man erlebe auch viel Schönes, nämlich den Start ins Leben des Wunders Mensch. (pla)

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