Entschädigungen nach Epidemiegesetz: Viele Betriebe in der Warteschleife

Wirtschaftsbund-Obmann Franz Hörl kritisiert die stockende Auszahlung der Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz.

„Beim Zusperren hat man Entschlossenheit gezeigt. Bei den Entschädigungen steht man auf der Bremse.“ Franz Hörl, Obmann Tiroler Wirtschaftsbund
© WKT

Innsbruck – Mit der Vorgangsweise des Landes in Sachen Entschädigungen nach dem Epidemiegesetz alles andere als zufrieden ist Wirtschaftsbund-Obmann Franz Hörl. „Im Frühjahr hat man beim Zusperren Entschlossenheit gezeigt. Jetzt, bei der Auszahlung der Entschädigungen, steht man auf der Bremse“, schimpft der ÖVP-Politiker. Konkret gehe es um rund 25.000 Anträge von Betrieben, die beim Land liegen, wovon ungefähr 5000 „klare Fälle“ seien. „Warum die bis jetzt noch nicht ausbezahlt wurden, versteht kein Mensch.“ Die Vorgangsweise ist für Hörl auch deshalb schwer nachvollziehbar, da der Bund ja der Geldgeber sei und das Land lediglich die auszahlende Stelle.

Hörl kritisiert, dass sich im Landhaus lediglich vier Beamte – „alles ausgewiesene Fachleute, keine Frage“ – um diesen sensiblen Bereich kümmern. „Ich kann da als Wirtschaftsvertreter nicht mehr zuschauen. Ich fordere, dass die Handbremse in diesem Bereich endlich gelöst wird und mehr Personal für die Bearbeitung der Anträge eingesetzt wird.“ Sonst müssten die Betriebe bis 2026 auf ihr Geld warten, obwohl sie es jetzt dringend brauchen würden. (mz)


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