Merkel freut sich auf Zusammenarbeit mit Biden

Zahlreiche internationale Reaktionen hat der Sieg von Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl am Samstag ausgelöst. Die vom derzeitigen US-Präsident Donald Trump teils abschätzig behandelte deutsche Kanzlerin Angela Merkel etwa gratuliert Biden und betont die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Präsident Biden“, twittert Regierungssprecher Steffen Seibert als Merkels Reaktion.

„Unsere transatlantische Freundschaft ist unersetzlich, wenn wir die großen Herausforderungen dieser Zeit bewältigen wollen“, setzt man in Deutschland offenbar auf bessere Beziehungen mit dem Weißen Haus unter Joe Biden.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Joe Biden und dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert. „Die Amerikaner haben ihren Präsidenten gewählt“, schrieb Macron am Samstagabend auf Twitter auf Französisch und Englisch. „Wir haben viel zu tun, um die heutigen Herausforderungen zu bewältigen. Lasst uns zusammenarbeiten!“, so Macron weiter. Die anti-europäische Haltung Trumps war dem überzeugten Europäer Macron in der Vergangenheit ein Dorn im Auge gewesen.

Gratulationen kamen auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. „Die EU und die USA sind Freunde und Verbündete, unsere Bürgerinnen und Bürger haben die tiefsten Verbindungen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem designierten Präsidenten Biden“, schrieb von der Leyen bei Twitter.

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson gratulierte Biden und Harris zu „ihrem historischen Erfolg“. „Die USA sind unser wichtigster Verbündeter“, schrieb Johnson am Samstagabend auf Twitter, nachdem die Nachrichtenagentur AP und mehrere US-Sender Bidens Sieg über den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump ausgerufen hatten. Er freue sich auf eine enge Zusammenarbeit bei den gemeinsamen Prioritäten, vom Klimawandel bis hin zu Handel und Sicherheit, schrieb Johnson weiter.

„Glückwunsch“, schrieb Kanadas Justin Trudeau am Samstag per Kurznachrichtendienst Twitter an die beiden gerichtet. „Unsere beiden Länder sind enge Freunde, Partner und Verbündete. Wir teilen eine Beziehung, die einzigartig auf der Weltbühne ist. Ich freue mich wirklich sehr darauf, mit euch beiden zusammenzuarbeiten und darauf aufzubauen.“

Ganz andere Töne kommen von Sloweniens Ministerpräsident Janez Jansa, der Kritik an den Glückwünschen für den künftigen US-Präsidenten Joe Biden übt. „Interessant. In allen US-Staaten mit knappem Ausgang gibt es Klagen. Die Gerichte haben nicht einmal zu entscheiden begonnen. Trotzdem rufen die #MSM (und nicht ein offizielles Organ) den Sieger aus. Glückwünsche von überall. Und der Rechtsstaat (lachender Smiley)“, schrieb Jansa am Samstagabend auf Twitter mit Blick auf die Prognosen zum Wahlausgang. Jansa hatte sich bereits im Präsidentschaftswahlkampf klar an die Seite des republikanischen Amtsinhabers Donald Trump gestellt und seinen Kontrahenten Biden als „schwach“ bezeichnet.


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