Neuerlicher Prozess um Home Invasion 2013 in Ried vor Urteil

Nach einer Home Invasion bei einem oberösterreichischen Unternehmerpaar im Jahr 2013 könnte am Montag im Landesgericht Ried im Innkreis ein Urteil gefällt werden - bereits zum zweiten Mal, denn 2014 waren die Angeklagten schon einmal freigesprochen worden. Nachdem sich aber 2017 ein Zeuge mit belasteten Aussagen gemeldet hatte, kam es im Vorjahr zu einer Wiederaufnahme.

In der Nacht auf den 11. Juni 2013 drangen insgesamt drei maskierte Männer in die Villa der Seniorchefs einer Firma in Ried ein, während ein Vierter Schmiere stand. Sie holten den damals 73-Jährigen und seine 64-jährige Frau aus dem Bett, setzten dem Mann eine Pistole an den Kopf sowie ein Messer an den Hals und zwangen ihn, die Tresore zu öffnen. Dann sperrten sie die beiden ins WC und flüchteten. Bei dem Coup wurden Goldbarren, Schmuck und Bargeld im Wert von 770.000 Euro erbeutet.

Zwei Verdächtige wurden geschnappt und vor Gericht gestellt. Die Anklage stützte sich über weite Strecken auf eine Rufdatenauswertung. Die Opfer konnten die Beschuldigten aber weder als Täter identifizieren noch ausschließen. Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gab es nicht. So wurden die Angeklagten, die ihre Unschuld beteuerten, im Dezember 2014 freigesprochen.

2017 meldete sich ein Zeuge, der den Mazedonier und den Kosovaren erneut belastete. Schließlich kam es 2019 zu einer Wiederaufnahme. Der neuerliche Prozess gestaltete sich aber ebenso zäh, da im Ausland einsitzende Zeugen über Videoschaltung einvernommen werden mussten. Einer stand plötzlich nicht mehr wirklich hinter seinen Anschuldigungen. Ein weiterer, der in Irland in Haft ist, soll am Montag aussagen.

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Ob beide Angeklagte anwesend sein werden, ist auch unklar. Denn einer der beiden sitzt in der Schweiz hinter Gittern, nachdem er dort mit einem internationalen Haftbefehl gesucht worden war. Das Landesgericht Ried bemüht sich darum, dass er für die Verhandlung nach Österreich überstellt wird.


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