Suu Kyi stellt sich bei Parlamentswahl in Myanmar Wiederwahl

Bei der Parlamentswahl in Myanmar am Sonntag geht De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi als klare Favoritin für eine weitere Amtszeit ins Rennen. Die Friedensnobelpreisträgerin hatte 2015 einen klaren Sieg errungen. Die versprochenen demokratischen Reformen im früheren Burma sind Beobachtern zufolge aber noch lange nicht erreicht. So ist ein Viertel aller Sitze in den Kammern weiter für das Militär reserviert.

Jahrzehntelang wurde das Land von einer Militärdiktatur beherrscht, bis 2011 der Übergang zur Demokratie eingeleitet wurde. Suu Kyi selbst war von der Militärjunta 15 Jahre lang unter Hausarrest gestellt worden. Kritiker werfen ihr aber vor, selbst immer autoritärer zu herrschen und die Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Zudem steht die 75-Jährige international wegen ihres Schweigens zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya am Pranger.

Menschenrechtsorganisationen werfen den Behörden in dem buddhistischen Land außerdem vor, 1,5 Millionen Menschen, die ethnischen Minderheiten angehören, an der Stimmabgabe zu hindern. Die Wahlkommission hatte entschieden, dass in mehreren Landesteilen wegen Sicherheitsbedenken nicht gewählt werden darf.

Rund 37 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. Die Wahllokale sind von 06.00 Uhr (00.30 Uhr MEZ) bis 16.00 Uhr (10.30 Uhr MEZ) geöffnet.

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