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„Probleme waren alle schon vor der Krise da“: IG Kultur-Chefin im TT-Gespräch

Ohne Sicherheiten keine künstlerische Freiheit: Yvonne Gimpel, Geschäftsführerin der IG Kultur, über „Fair Pay“ und die neuen Corona-Hilfen.

Proteste gegen Eventabsagen und Schließungen gab es nicht nur in Deutschland. Vergangenen Freitag wurden in Österreich neue Maßnahmen präsentiert, wie die Szene durch den Lockdown tauchen soll.
© imago

Die Tiroler Künstler: innenschaft lud am Wochenende zum Workshop über künstlerische Freiheit, bei dem Sie mitwirkten. Für Sie gibt es ohne soziale und ökonomische Sicherheit keine künstlerische Freiheit. Wie kann Sicherheit geschaffen werden?

Yvonne Gimpel: Themen wie „Fair Pay“, also der Ruf nach fairer Bezahlung im Kulturbetrieb, beschäftigen uns schon seit inzwischen einem Jahrzehnt. Jetzt endlich wurde ein politisches Möglichkeitsfenster geöffnet, wo zumindest ein ganz klarer politischer Wille da ist, strukturelle Änderungen anzugehen.

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) gab kürzlich bekannt, der Fairness-Prozess für bessere Arbeitsbedinungen im Kulturbetrieb sei angelaufen.

Gimpel: Er läuft gerade an. Die Vorbereitungen sind tatsächlich schon sehr weit, es gibt konkrete Termine: In dieser Woche findet das erste Treffen zwischen Bund und Ländern statt, nächste Woche die erste Arbeitssitzung der Kulturressorts im Bund mit Vertretern der Sparten, um noch einmal den Ist-Zustand zu umreißen. Wir stehen ganz am Anfang von einem Prozess, der aber tatsächlich den Anspruch hat, konkrete Ergebnisse hervorzubringen.

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