Rot-Weiß-Rot liegt in der englischen Premier League im Trend

Christian Fuchs (Leicester) lacht von der Tabellenspitze, Ralph Hasenhüttl (Southampton) wird gefeiert und angelt nach LASK-Kicker Husein Balic.

Immer mit vollem Herzen dabei: Christian Fuchs erlebt in der Premier League seinen x-ten Frühling.
© POOL

Von Tobias Waidhofer

Wien – Der Plan war ein anderer. Eigentlich wollte Christian Fuchs im Sommer 2019 die Zelte in Leicester abbrechen – vor allem, um seiner Familie (Gattin Raluca und drei Kinder) in New York wieder näher zu sein. Doch im Leben kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Der Hauptgrund, warum der 34-Jährige auch im Spätherbst 2020 immer noch in der Premier League aufläuft, trägt einen Namen: Trainer Brendan Rodgers.

„Er (Rodgers, Anm.) kam nach Leicester und hat mir das Gefühl gegeben, dass er auf mich baut. 2019/20 hab­e ich unter ihm 17 Spiele gemacht, in der Saison davor unter Claude Puel hingegen nur eines in der Premier League“, sagte der Nieder­österreicher im September dem Online-Portal spox.com.

In der aktuellen Saison läuft es noch besser – und das liegt nicht nur daran, dass Leicester von der Tabellenspitze lacht, denn der Fuchs ist wieder Stammspieler bei den „Foxe­s“: In den vergangenen vier allesamt siegreichen Pflichtspielen stand der ehemalige ÖFB-Teamkapitän immer 90 Minuten auf dem Feld. Und das nicht auf der gewohnten Position links in der Viererkette, sondern als Teil einer Dreierabwehr. Dabei konnte der Niederösterreicher zuletzt nicht nur einmal Routine und Spielintelligenz ausspielen und Tempo­nachteile ausmerzen.

„Er weiß, was seine Rolle ist, kann mehrere Positionen spielen und er gibt mit seiner Professionalität jeden Tag den Ton an“, hatte Trainer Rodgers schon bei der Vertragsverlängerung in Sachen Fuchs geschwärmt. Spielt der ehemalige Schalker und Mainzer eine letzte Saison in Europa? „Den Plan, den ich mir zurechtgelegt hatte, als ich damals zu Leicester kam, habe ich ja bereits mehrmals geändert. Mal schauen, was im nächsten Sommer passiert“, antwortet Fuchs.

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Für die Zeit nach der Fußball-Karriere hat die Familie Fuchs längst vorgesorgt: Im Juni 2019 öffnete nördlich von New York bereits der Hudson Sports Complex, ein ehemaliges Gefängnis, das Fuchs und seine Gattin in ein­e Sportakademie umbauen ließen. Der dort beheimatete und von Fuchs gegründete Club FSA Pro Foxes ist aktuell in der Jugendliga „United Pemier League Soccer“ engagiert. Und auch den Plan, irgendwann die National Football League (NFL) als Kicker zu erobern, hat der ehemalige Mattersburger noch nicht zu den Akten gelegt.

In der NFL wird man indes Ralph Hasenhüttl nicht so schnell sehen. Der Steirer wird in der Premier League ebenfalls gefeiert, weil er mit Southampton sensationell auf Platz vier steht. Die „Saints“ sollen sich übrigens für einen ÖFB-Teamspieler interessieren: Wie die reichweitenstark­e Boulevardzeitung Daily Mail berichtet, habe man wie Zweitligist Brentford ein Auge auf Husein Balic (LASK) geworfen, vor allem das Tempo des 24-Jährigen hätte beeindruckt. Vielleicht ist bald ein dritter Österreicher in der Premie­r League in aller Munde ...


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