Schuschi eingenommen: Aserbaidschan rückt in Berg-Karabach vor

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev präsentierte sich schon am Sonntag in Siegerpose zur Einnahme von Schuschi.
© AFP/Aserbaidschanische Präsidentschaftskanzlei

Eriwan, Baku – Nach der Eroberung der wichtigen Stadt Schuschi durch Aserbaidschan fürchtet die Konfliktregion Berg-Karabach eine Niederlage in dem jahrzehntelangen Territorialstreit. Die Stadt sei nicht mehr unter der Kontrolle von Berg-Karabach, räumt der Sprecher des Anführers der Region, Wagram Pogossjan, am Montag ein. Bereits am Sonntag hatte der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev in der Hauptstadt Baku die Eroberung der Stadt verkündet.

Armenien und Berg-Karabach hatten das zu dem Zeitpunkt noch zurückgewiesen. Aliyev triumphierte: „Die Lösung des Berg-Karabach-Konflikts wird unserem Land neues Leben einhauchen!“ Aserbaidschan werde zu einem „sehr mächtigen Staat“. Trauer herrschte hingegen in Berg-Karabach.

Schuschi liegt nur elf Kilometer von der Hauptstadt Stepanakert entfernt. Sie dürfte Aliyevs nächstes Ziel sein. „Der Feind steht vor Stepanakert, nun ist schon unsere Existenz in Gefahr“, schrieb Pogossjan bei Facebook. (dpa)


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