Observation wurde nach Terror-Treffen abgebrochen

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen um den Terror-Anschlag in Wien stellt sich immer drängender die Frage, weshalb die Observation des späteren Attentäters abgebrochen wurde. Mitte Juli hatten sich mehrere Terror-Verdächtige in Wien verabredet. Der Attentäter und sein Netzwerk wurden dabei tagelang vom Verfassungsschutz beobachtet. Just zu dem Zeitpunkt, als sich der Attentäter in der Slowakei Munition kaufen wollte, stellte der Verfassungsschutz seine Observationen ein.

Dabei hatten die Staatsschützer nach Informationen der APA detailliert beobachtet, wie der 20-Jährige und sein Wiener Bekanntenkreis vier islamistische Gesinnungsgenossen aus Deutschland und der Schweiz am Flughafen Schwechat abholten. In weiterer Folge sollen sie den ausländischen Gästen ein Kennelernen der Bundeshauptstadt und - wie zu vermuten ist - der lokalen Islamisten-Szene ermöglicht haben.

Der spätere Attentäter und einige seiner Bekannten, die seit dem Wochenende wegen mutmaßlicher Mitwisserschaft bzw. Mittäterschaft am Blutbad in Wien in U-Haft sitzen, führten die Deutschen und Schweizer in unterschiedlicher Zusammensetzung zum Essen aus. Sie besuchten mit diesen Moscheen zum gemeinsamen Gebet und ließen sie in ihren Wohnungen übernachten. Auch einige Sehenswürdigkeiten der Stadt sollen sie den Glaubensbrüdern gezeigt haben.

Der heimische Verfassungsschutz war von Kollegen aus Deutschland gewarnt worden, dass zwei mutmaßliche Dschihadisten auf dem Weg nach Wien waren. Weshalb der spätere Attentäter und sein engeres Umfeld nicht mehr überwacht wurden, nachdem die beiden Deutschen von ihrem Wien-Aufenthalt zurückgekehrt waren, ist weiter unklar.

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