Erste Feuerwehrfrau der Berufsfeuerwehr wird Baumeisterin

Innsbruck – Die erste Frau bei der Innsbrucker Berufsfeuerwehr hat den Dienst quittiert. Nach sechs Jahren in der Brandsicherheitswache in der Hunoldstraße absolviert die Unterländerin jetzt eine Ausbildung zur Baumeisterin. Sehr zum Bedauern der ehemaligen Kollegen – die 29-Jährige hat sich bei Tirols einziger professioneller Feuerwehr einen guten Ruf erarbeitet. Unstimmigkeiten habe es in all den Jahren keine gegeben.

Es war im Frühjahr 2014, als sich die öffentlichkeitsscheue Unterländerin bei der Innsbrucker Berufsfeuerwehr bewarb. Als erste Frau schaffte es die damals 23-Jährige im anspruchsvollen Aufnahmetest, sich gegen rund hundert männliche Konkurrenten durchzusetzen. „Ein historisches Ereignis“, befand Christine Oppitz-Plörer, damals Bürgermeisterin von Innsbruck. Zumal die angehende Baumeisterin auch österreichweit die erste professionelle Feuerwehrfrau in einer Landeshauptstadt war. Am 1. September 2014 begann für die Unterländerin die Ausbildung, die sie ebenfalls erfolgreich abschloss. „Das ist mein Traumjob. Schon als kleines Kind wollte ich zur Feuerwehr“, erklärte damals die Tirolerin aus dem Bezirk Kufstein. Inzwischen hat die HTL-Absolventin neben dem Feuerwehr-Dienst ein Studium absolviert.

Als sich die Unterländerin in Innsbruck bewarb, hatte sie bereits Erfahrungen bei der Feuerwehr gesammelt. Und zwar als langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Unterlangkampfen. Dort ist die sportliche Tirolerin auch weiterhin regelmäßig im Einsatz. (tom)


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