Musik- und Bühnenverlage fordern staatliche Unterstützung

Die österreichischen Musik- und Bühnenverlage fordern staatliche Unterstützung angesichts dramatischer Einbußen durch den zweiten Lockdown. „Auch die Musik- und Bühnenverlage als direkt von der Coronakrise betroffene Unternehmen sollten die Umsatzausfälle in Höhe von 80 Prozent ersetzt bekommen“, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Aussendung der AKM, der Musikverleger Union Österreich und des Verbands der Bühnenverleger Österreichs.

„Die Folgen von leeren Opernhäusern, Theatersälen und Konzertbühnen sowie Veranstaltungen der Unterhaltungsmusik gehen weit über das fehlende Kulturerlebnis der BesucherInnen hinaus, sie treffen einen wichtigen Wirtschaftszweig in all seinen Facetten mit voller Kraft“, so das Statement. Die Branche rechne mit Umsatzeinbrüchen von 60 bis 80 Prozent für das laufende Jahr 2020, die sich in den Jahren 2021 und 2022 fortsetzen könnten. „Die Kurzarbeit, Fixkostenzuschüsse und Investitionsprämien alleine werden nicht ausreichen, um die Musik- und Bühnenverlage bis in das Jahr 2022 zu stabilisieren.“

Laut Astrid Koblanck, Vorstand der Universal Edition AG, der Musikverleger Union Österreich und Präsidentin des Verbands der Bühnenverleger Österreichs, beträgt der für heuer erwartete Umsatzrückgang aus dem direkten Rechtegeschäft der Musik- und Bühnenverlage 15 Mio. Euro. Zusätzlich reduzierten sich für die Verlage die Einnahmen von den Verwertungsgesellschaften bis zu 70 Prozent. „Die prekäre Lage vieler Kunstschaffender und Organisationen wird sich weiter verschärfen, wenn nicht rasch mit entsprechenden Maßnahmen gegengesteuert wird“, warnt Peter Vieweger, Präsident der AKM.

In der Musikverleger Union Österreich sind 39 Verlage organisiert. Der Verband der Bühnenverleger Österreichs hat 13 Mitglieder.

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