Die Seilbahn-Katastrophe von Kaprun jährt sich zum 20. Mal

Die Seilbahnkatastrophe von Kaprun im Pinzgau jährt sich am Mittwoch zum 20. Mal. Am 11. November 2000 sind beim Brand in der Standseilbahn 155 Menschen ums Leben gekommen. Die Tatsache, dass die Justiz keine Schuldigen für dieses Feuerinferno gefunden hat, macht vielen Angehörigen noch heute das Leben schwer. Am Jahrestag veranstaltet die Gemeinde Kaprun für die Hinterbliebenen um 9.00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst vor der Gedenkstätte in Kaprun.

Das Feuer brach im talseitigen Führerhaus der bergwärts fahrenden Garnitur aus. Zwölf Menschen, die sich aus dem Zug befreiten und geistesgegenwärtig nach unten liefen, überlebten. Für alle anderen gab es keine Rettung mehr. Im Strafverfahren konnte die Justiz keine Schuldigen finden. Alle 16 Beschuldigten wurden freigesprochen. Laut Urteil ist der Brand wegen eines technischen Gebrechens im Heizlüfter des Führerhauses ausgebrochen, durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen sei es in der Folge zu dieser Katastrophe gekommen. Viele Hinterbliebene konnten nicht verstehen, dass es für ein solches Ereignis keine Schuldigen geben soll. Einige von ihnen kämpften jahrelang vergeblich um ein neues Verfahren.

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