Prozess in Leoben wegen Zugsunglück - Lokführer angeklagt

Am steirischen Landesgericht Leoben beginnt am Mittwoch der Prozess gegen einen Lokführer, der ein schweres Zugsunglück am 12. Februar 2018 im Bahnhof von Niklasdorf ausgelöst haben soll. Dabei waren ein Frau getötet und etwa 30 Menschen verletzt worden. Der Steirer muss sich wegen grob fahrlässiger Tötung, fahrlässiger schwerer Körperverletzung sowie fahrlässiger Gemeingefährdung verantworten. Der Prozess ist für einen Tag anberaumt, ein Urteil könnte am Abend fallen.

Laut den Ermittlungen hatte der Beschuldigte keine Zustimmung zur Weiterfahrt mit seinem Zug erhalten. Außerdem hätte er ein rotes Haltesignal nicht bemerkt, dieses aber sehen müssen. Der Strafrahmen beträgt bis zu drei Jahre Haft. Bei dem Unglück war ein von dem Steirer gefahrener Regionalzug im Bahnhofsbereich von Niklasdorf seitlich mit einem Fernzug der Deutschen Bahn kollidiert, der von Graz nach Saarbrücken unterwegs war. An Bord der Züge hatten sich rund 80 Personen befunden.


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