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Debatte um bedingungsloses Grundeinkommen entzweit auch Experten
Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde Transferleistungen obsolet machen und unser jetziges Wirtschaftssystem völlig auf den Kopf stellen.
© Foto Rudy De Moor
Für die einen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen eine Chance, für die anderen ein Jobkiller und unfinanzierbar.
Von Anita Heubacher
Innsbruck – Der Vorstoß der Tiroler Soziallandesrätin Gabriele Fischer, über ein bedingungsloses Grundeinkommen zu diskutieren, hat österreichweit für Aufregung gesorgt. Fischer hatte an eine Höhe von 1700 Euro netto im Monat gedacht. Im kommenden Landtag wollten die Grünen das Grundeinkommen, aus Rücksicht auf den Koalitionspartner ÖVP, nicht debattieren. Die Opposition hat es nun auf die Agenda gehievt.
„Letztlich hätte zwar jeder deutlich mehr Geld, aber die Gütermenge würde nicht ansteigen.“ Jürgen Huber (Finanzwirtschafts-Experte)
© Huber
Jürgen Huber, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Innsbruck, hält ein bedingungsloses Grundeinkommen, vor allem in dieser Höhe, für „utopisch“. Es sei schlichtweg „unfinanzierbar“.