Anschlag in Wien: Kickl kritisiert Van der Bellen

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl verlangt von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wegen der Pannen im Vorfeld des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt zum Rücktritt aufzufordern. In einem Facebook-Posting meint er: „Glauben Sie, salbungsvolle Worte angesichts historischer Gedenk- und Bedenktage zu finden, entbindet Sie der Notwendigkeit und der Verantwortung, im Hier und Heute Farbe zu bekennen und zu handeln?“

Kickl wird in dem Schreiben auch durchaus persönlich, erwähnt er doch „fadenscheinige Gründe“, unter denen er selbst von Van der Bellen aus dem Innenministerium abberufen worden sei: „Jetzt haben Sie hundertmal mehr Grund zum Handeln.“

Das Schweigen des Bundespräsidenten, der aktuell wegen einer Beckenverletzung in medizinischer Behandlung ist, nennt der freiheitliche Klubchef „unerträglich“. Van der Bellen mache sich „zum Fluchthelfer der ÖVP-Spitze im Innenministerium aus deren glasklarer politischer Verantwortung“. Nun brauche es einen unabhängigen Innenminister, um die Aufklärung zu ermöglichen.


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