Osttirol

NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer: „Bettenförderung ist unseriös“

NEOS-Chef Dominik Oberhofer kritisiert Förderpolitik der VP.
© Thomas Boehm / TT

NEOS orten im Tourismuspaket des Landes Klientelpolitik. Privatvermieter benachteiligt.

Von Catharina Oblasser

Lienz, Innsbruck – Die Diskussion um die neue Landesförderung für Qualitätsbetten in Osttirol nimmt kein Ende. NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer und sein Osttiroler Parteikollege Domenik Ebner gehen mit ihrer Kritik und ihren Forderungen aber über den Bezirk Lienz hinaus.

Die NEOS werden im Dezember-Landtag einen Antrag auf spezielle Förderung für Privatzimmervermieter einbringen – landesweit. Denn nicht nur in Osttirol würden die Privatvermieter mit dem Rücken zur Wand stehen. Laut dem Antrag sollen diese eine 30-prozentige Förd erung für jede Investition erhalten. „Je weniger Privatvermieter es gibt, desto weniger Tirolerinnen und Tiroler profitieren. Es gibt dann bald nur noch ein paar große Unternehmen“, begründen Oberhofer und Ebner. Und das schade der Tourismusgesinnung.

"Das werden wohl wieder die üblichen Großinvestoren sein"

Das Förderpaket für Osttirol, das LH Günther Platter vor Kurzem präsentierte, ist für die beiden Politiker „unseriös“. Nicht nur, weil Investitionen erst ab einer Höhe von einer Million Euro gefördert werden, sondern auch wegen der Fristen: Das Programm läuft nur vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2021. „Investitionen dieser Größe haben normalerweise eine Vorlaufzeit von 16 bis 20 Monaten“, so Oberhofer, der selbst Hotelier ist, und er schlussfolgert: „Also wird das Paket jenen zugutekommen, die jetzt schon fertige Projekte haben, und das werden wohl die üblichen Großinvestoren von auswärts sein.“

Die NEOS-Kritik regt wiederum die ÖVP auf. Die Bettenförderung sei eine großartige Sache, kontert Osttirols VP-Bezirksobmann Bernhard Webhofer. „Dass die NEOS mit ihrer Ablehnung der Investitionsförderung offen Politik gegen unseren Bezirk machen, ist angesichts der wirtschaftlich herausfordernden Zeit mehr als fragwürdig“, findet Webhofer. Er appelliert an den Osttiroler NEOS-Politiker Domenik Ebner, seine Parteifreunde wieder „zur Vernunft zu bringen“.

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