Jeder vierte Fußgängerunfall passiert auf Zebrastreifen

Vorsichtige Entwarnung gibt es für jenen Fünfjährigen, der am frühen Mittwochabend in Bruck am Ziller bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde.

Der Bub ging wie das Kind auf unserem Symbolbild mit seiner Mutter über den Zebrastreifen, als er vom Auto erfasst wurde.
© Thomas Böhm

Bruck a. Ziller, Innsbruck – Vorsichtige Entwarnung gibt es für jenen Fünfjährigen, der am frühen Mittwochabend in Bruck am Ziller bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Das Kind war, wie berichtet, gemeinsam mit seiner Mutter über einen Schutzweg gegangen, als es vom Auto eines 71-jährigen Lenkers erfasst und mehrere Meter auf den Gehsteig geschleudert wurde. Der Bub befindet sich in der Innsbrucker Klinik auf der Intensivstation, sein Zustand ist aber stabil und er ist außer Lebensgefahr.

1200 Fußgänger auf Zebrastreifen verletzt

Dass der Schutzweg seinem Namen in der Praxis nicht immer gerecht wird, zeigt auch eine Analyse, die der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) heuer im Sommer auf Basis von Daten der Statistik Austria veröffentlicht hat. Demnach wurden in Österreich vergangenes Jahr über 1200 Fußgänger auf Zebrastreifen verletzt – statistisch also 23 pro Woche. In Tirol gab es bei derartigen Zwischenfällen auf Schutzwegen im Vorjahr 82 Verletzte, zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Jeder vierte Fußgängerunfall in Tirol passiert laut VCÖ-Analyse auf einem Zebrastreifen.

Neben verstärkter Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung seien Fußgängerübergänge übersichtlicher zu gestalten, Ablenkungen, wie Werbetafeln zu entfernen sowie das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zumindest zehn Meter auszuweiten, fordert der Verkehrsclub. Es gehe vor allem darum, mehr Schutz für die Schwächsten im Verkehr zu erreichen und auf diese auch entsprechend Rücksicht zu nehmen. (np)

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