Die Adler bleiben auch in der Rückrunde gefräßig

30:27-Heimsieg gegen Krems: Trotz Hänger zu Beginn der zweiten Hälfte geht für Schwaz Handball Tirol der Sensationslauf in der spusu-Liga weiter.

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Auf Gerald Zeiner (weiß) war erneut Verlass: Der Schwaz-Routinier zog gegen seinen Jugendverein Krems beim 30:27-Heimsieg die Fäden.
© gepa

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Die Siegermentalität blieb Sparkasse Schwaz Handball Tirol auch nach der Länderspielpause erhalten. Trotz personeller Probleme auf der rechten Seite (u. a. Wilfing verletzt, Wöss spielte mit Bänderriss im Knöchel) bewiesen die Adler am Freitag im „Geisterspiel“ in der Osthalle gegen UHK Krems, dass sie zu Recht der Tabellenführer der spusu-Liga sind. Speziell in der Schlussphase zeigten Kapitän und Topscorer Alex Wanitschek (sieben Treffer) und Co. Moral und feierten einen 30:27-(18:12)-Sieg.

„Die ersten 15 Minuten von uns waren überragend. In der zweiten Hälfte hat sich das Blatt gewendet und wir wussten, dass es aufgrund unserer dünnen Personaldecke bis zum Schluss schwierig wird“, sagte Trainerfuchs Frank Bergemann, der trotz des turbulenten Spielverlaufs die nötige Ruhe ausstrahlte.

Die beiden Halbzeiten waren wie Tag und Nacht. Am Anfang zündete Schwaz ein Feuerwerk und degradierte die Gäste aus der Wachau zu Statisten. Mit 6:1 (6.) und 9:2 (10.) zogen die Tiroler davon.

Nach der Halbzeit-Führung (18:12) folgte die Schockstarre. Binnen vier Minuten kämpfte sich Krems ins Spiel zurück (18:17). Die Tiroler, bei denen Armin Hochleitner Stunden vor dem Spiel von der Corona-Quarantäne befreit wurde, suchten die passende Antwort auf das Aufbäumen der Gäste. Trainer Bergemann holte sein Team innerhalb von sieben Minuten zweimal zum Time-out.

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Doch es lief nicht mehr rund. Nach 43 Minuten kassierte Schwaz das 22:22 – Alarmstufe Rot! Es war ein Weckruf für „Hexer“ Aliaksei Kishou im Tor, der in der Folge drei Paraden am Stück zeigte. Gerald Zeiner führte die Tiroler mit Übersicht und einem feinen Händchen zurück auf die Siegerstraße.

Mit dem Sieg bestätigten die Adler, die als Backup auf Ex-Spieler Joe Steiger bauen durften, ihren Lauf aus der Hinrunde und bleiben an der Tabellenspitze. Nächster Gegner (Freitag) ist Rekordmeister Bregenz, den man in der Hinrunde 24:22 bezwang.


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