WADA legt Doping-Fokus auf potenzielle Tokio-Athleten

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie und das Zurückfahren der Dopingkontrollen auf die sportliche Fairness bei den Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Tokio haben wird, bleibt abzuwarten. „Der Fakt, dass das Testen zurückgefahren werden musste, bedeutet weder das Ende des Kampfes gegen Doping, noch dass die Leute jetzt automatisch betrügen“, sagte Olivier Niggli, der Geschäftsführer der Welt-Antidoping-Agentur (WADA), auf einer Pressekonferenz in Montreal.

Wegen des Coronavirus und der daraus resultierenden teils strikten Reisebedingungen konnten die Dopinglabore ihre Testverfahren in den letzten Monaten nicht wie geplant aufrechterhalten. Zwar hätten die Dopingjäger andere Mittel, um mögliche Vergehen aufzudecken, etwa den biologischen Pass, dennoch könne man nicht ausschließen, dass es über die vergangenen Monate Schlupflöcher gegeben habe. „Unsere Aufgabe ist es daher, gemeinsam mit unseren Partnern diese Löcher vor dem Großanlass zu finden“, fuhr der Schweizer Niggli fort.

Bei der WADA ist man gewarnt, will die Situation aber nicht überbewerten. „Du wirst nicht über Nacht zum Betrüger“, sagte Niggli vor dem Exekutivkomitee der WADA. Ihren Fokus werden die Kontrolleure in den kommenden Monaten auf die Athleten legen, die an den Olympischen Spiele in Tokio teilnehmen werden.

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