„Die Einigkeit im Stubaital muss bewahrt werden“

Die anstehenden Neuwahlen im TVB Stubai bringen einen Umbruch mit sich. Aufsichtsratsvorsitzender Armin Pfurtscheller kandidiert nicht mehr.

Der Neustifter Vorzeigehotelier Armin Pfurtscheller prägte in den vergangenen 25 Jahren den Stubaier Tourismus.
© Thomas Boehm / TT

Von Denise Daum

Neustift i. St. – Der Tourismusverband Stubai steht vor einem Umbruch. Nach Obmann Sepp Rettenbacher zieht sich auch Fünf-Sterne-Hotelier Armin Pfurtscheller nach 25 Jahren als Funktionär mit Ablauf der Periode zurück. Bei den bevorstehenden Wahlen wird er nicht mehr kandidieren. Pfurtscheller war sowohl als Vorstandsmitglied als auch als Aufsichtsrat im Verband aktiv, aktuell ist er in der zweiten Periode Aufsichtsratsvorsitzender. „Ich möchte auch die Jungen Erfahrungen sammeln lassen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich zu engagieren“, begründet der Hotel-Jagdhof-Chef seine Entscheidung.

Pfurtscheller hat nicht nur die Entwicklung im Stubaier Tourismus in den vergangenen Jahrzehnten bedeutend mitgestaltet, sondern auch bei der (Zwangs-)Fusion der beiden Tourismusverbände im Tal eine entscheidende Vermittlerrolle eingenommen. „Die Fusion war mit Sicherheit eine der größten Herausforderungen“, sagt Pfurtscheller. Gleichzeitig sieht er darin auch seinen größten Erfolg. „Es ist gelungen, das Tal zu einen. Schon nach kurzer Zeit sind wir im Verband geschlossen aufgetreten.“

Tourist nimmt Stubai als Einheit wahr

Das müsse auch der zukünftige Vorstand mit allen Mitteln beibehalten. „Es darf zu keiner Zersplitterung zwischen vorderem und hinterem Tal kommen.“ Denn der Tourist nehme nicht die einzelnen Orte wahr, sondern sehe das Stubai als Einheit. „Der Gast nutzt die Rodelbahn in Mieders, geht Ski fahren in der Schlick in Fulpmes und am Gletscher in Neustift“, erklärt Pfurtscheller.

In den vergangenen Jahren habe der Verband viel in die Infrastruktur investiert und gute Projekte geschaffen, sowohl für Gäste als auch für die Einheimischen, betont Pfurtscheller.

Die Aufsichtsratswahl ist für den 2. Dezember angesetzt – ob und in welcher Form die Vollversammlung angesichts des neuerlichen Lockdowns bis 7. Dezember tatsächlich stattfinden kann, ist allerdings noch unklar. Die Frist für das Einbringen von Wahlvorschlägen ist jedenfalls zu Ende. In der Stimmgruppe 1 und 2 gibt es jeweils nur eine Wahlliste, in der Gruppe 3 sind es zwei. Eine davon führt Adrian Siller an, der Sepp Rettenbacher als Obmann folgen soll.


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