Osttirol

Hotel-Förderpaket: TVB-Obmann Theurl findet Kritik „ungeheuerlich“

Der Tourismusverband Osttirol mit seinem Obmann Franz Theurl verweist auf den Aufholbedarf bei Qualitätsbetten im Bezirk.
© Blassnig Christoph

Während für „kleine“ Vermieter Förderungen immer bestehen würden, habe man größere Familienbetriebe seit 2018 benachteiligt.

Von Christoph Blassnig

Lienz –„Ungeheuerlich“ nennt der Osttiroler TVB-Obmann Franz Theurl die Vorwürfe der NEOS zum jüngsten Hotel-Förderpaket für neue Qualitätsbetten. „Genau jene haben vor zwei Jahren das Tiroler Impulspaket zu Fall gebracht und dadurch in Osttirol schon einmal unermesslichen Schaden angerichtet. Projekte, welche damals unmittelbar vor dem Baubeginn standen, mussten wir auf Eis legen. Osttiroler Hotelbetriebe konnten in der Folge auch die im Förderprogramm vorgesehene Anschlussförderung bei der EU und beim Bund nicht mehr in Anspruch nehmen.“

Diese „eingefrorenen“ Hotelprojekte würde man nun endlich umsetzen können. Theurl spricht von fünf- bis sechshundert Betten, „die ich derzeit auf dem Schreibtisch habe. Den erlittenen Umsatzentgang durch die Verzögerung ersetzt uns niemand mehr.“

Gesamte Osttiroler Wirtschaft hat profitiert

Dank eines Impulspakets seien in den Jahren von 2014 bis 2018 über 600 neue Qualitätsbetten im 4- und 5-Sterne-Segment geschaffen worden, vom größten Wertschöpfungszuwachs in Tirol habe die gesamte Osttiroler Wirtschaft profitiert. „Wenn man vergleicht, dass Osttirol damals mit 2400 4- und 5-Sterne-Betten gestartet ist und zum Beispiel der gleich große Bezirk Landeck über 18.000 4- und 5-Sterne-Betten verfügt hat, wird der Aufholbedarf und damit der Grund für dieses Förderpaket für die Osttiroler deutlich.“

Theurl verwundert, dass der Tiroler NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer als Hotelier zur Annahme komme, dass im Impulspaket die „Kleinen“ durch den Rost gefallen seien. „Es ist im Tourismus doch so, dass die Qualitätsbetriebe den großen Hebel für eine gesteigerte Nachfrage einer Destination bilden.“ Während für Investitionen „der Kleinen“ bis hin zu einer Million Euro Förderungen jederzeit bestehen würden, seien die größeren Qualitätsbettenbetriebe – überwiegend Osttiroler Familienbetriebe – durch Oberhofers Mittun von Förderungen ausgeschlossen worden.

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Catharina Oblasser

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