Am Samstag sollen Corona-Verschärfungen verkündet werden

Die Regierung wird voraussichtlich am Samstag eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen verkünden. Die für Ende dieser Woche angekündigte Evaluierung wird angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen wohl ergeben, dass die seit dritten November geltenden Maßnahmen nicht ausreichen. Offiziell bestätigt ist der Termin zwar noch nicht, dem Vernehmen nach soll aber am Nachmittag eine Pressekonferenz stattfinden. Was konkret kommt, ist noch nicht bekannt.

Darüber wurde am Freitag noch politisch gerungen. Vor allem geht es um mögliche Schulschließungen. Hier hat sich die Corona-Ampelkommission Donnerstagabend für weiterhin offene Schulen für die unter 14-Jährigen ausgesprochen. Bei diesem Beschluss hat sich das Bundeskanzleramt der Stimme enthalten. Während das Gesundheitsministerium und Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sich eher zurückhaltend zu Schulschließungen geäußert haben und von der Opposition über die Wirtschaft bis zu Elternvertretern ein klares Nein kommt, befürwortet das Kanzleramt dem Vernehmen nach einen restriktiveren Kurs.

Die Ampelkommission hat aber weitere Präventionsmaßnahmen empfohlen, um den Schulbetrieb für die 10- bis 14-Jährigen weiterhin zu ermöglichen. Es sollen Antigen-Schnelltests zum Einsatz kommen, die Maskenpflicht für Schüler und Lehrer auch im Unterricht, eine Staffelung der Schul-Öffnungszeiten, die Nutzung größerer Räume und Sport nur noch im Freien.

Die Schulen bereiten sich unterdessen auf die erwarteten Schließungen in der kommenden Woche vor. An vielen Volksschulen wurden den Kindern am Donnerstag und Freitag bereits sämtliche in den Klassen befindlichen Schulsachen mitgegeben, berichten Elternvertreter der APA. Indes warnte die Wiener Ärztekammer vor einer Schließung der Bildungseinrichtungen: Das Spitalspersonal werde die Doppelbelastung der Kinderbetreuung und der Pandemiebekämpfung nicht bewältigen können.

Die Corona-Ampelkommission, die am Donnerstagabend das ganze Land weiter auf rot geschaltet ließ, riet dazu „möglichst zeitnah“ zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern. Konkreter wurden die Empfehlungen nicht, verwiesen wurde aber auf die Ausgangsregeln und Betretungsverbote im Covid-Maßnahmengesetz. Damit wären etwa Geschäftsschließungen möglich, wie dies auch oe24.at bereits ankündigt. Dies wird aber offiziell ebenso wenig bestätigt wie Berichte über die angebliche Schließung körpernaher Dienstleister wie Kosmetikstudios oder Massagesalons oder auch über weitere Kontaktbeschränkungen.


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