Siedlung in Fließ nach Felssturz „doppelt“ eingesperrt

Rund 50 Kubikmeter Fels lösten sich am Freitagabend oberhalb der L 312 bei Fließ/Hochgallmigg. Die Straße bleibt wegen Steinschlaggefahr auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Rund 50 Kubikmeter Fels blockieren die Fahrbahn.
© Bock

Fließ/Hochgallmigg – „Jetzt sind wir ja doppelt eingesperrt. Wegen Corona und auch wegen dem Felssturz.“ Das haben die 200 Bewohner in der Bergsiedlung Hochgallmigg bei Fließ (1218 m) am Samstag festgestellt. Nur noch ein Notweg führt derzeit ins Tal, um sich mit dem Notwendigsten versorgen zu können.

Am Freitagabend lösten sich rund 50 Kubikmeter Fels oberhalb der Hochgallmigger Landestraße L 312 und blockierten die Fahrbahn. Gestern, Samstag habe man mit den Aufräumarbeiten begonnen, schilderte Straßenmeister Christian Schatz. „Aber mit der Räumung allein ist es nicht getan. Die Straße muss wegen weiterer Steinschlaggefahr vorerst auf unbestimmte Dauer gesperrt bleiben.“

Am Dienstag, 17. November, sollen Geologen das Gefahrenpotenzial prüfen. Wenn Baumaßnahmen zur Absicherung der Gefahrenstelle nötig sind, werde die Sperre noch länger dauern, so der Straßenmeister. Zum kurzfristig eingerichteten Notweg, sagt BM Hans Peter Bock: „Es ist eine ziemlich weite Strecke. Zudem ist der Waldweg nicht für alle Pkw geeignet, nur für Allradfahrzeuge.“ Bei einem Wetterumschwung bzw. Schneefall müsse auch dieser Weg gesperrt und die Bevölkerung per Hubschrauber versorgt werden. (TT, hwe)

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