Weitere Einschränkungen durch Lockdown an den Unis

An den Universitäten führt der Lockdown zu weiteren Einschränkungen. Zwar wurden schon bisher die meisten Lehrveranstaltungen via Distance Learning abgehalten - teils wurden nun aber weitere umgestellt. Auch Prüfungen finden großteils online statt, Ausnahmen sind aber möglich. Im Unterschied zu anderen Bibliotheken bleiben dagegen die meisten Unibibliotheken - zumindest für den Entlehnbetrieb - geöffnet.

Universitäten und Hochschulen sind nach wie vor vom direkten Anwendungsbereich der COVID-19-Maßnahmen-Verordnungen im Gesundheitsbereich ausgenommen. Sie entscheiden daher im Rahmen der Autonomie über die diversen Maßnahmen. Laut Bildungsministerium gilt dabei das Prinzip: „Gemeinsam gegen Corona im Universitäts- und Hochschulbetrieb gelingt, indem alles, was irgendwie möglich ist, digital abgehalten wird.“ Im Umkehrschluss bedeute das: „Bei allem, was nicht (sinnvoll) digital abgehalten werden kann, muss hinterfragt werden, ob das die kommenden drei Wochen tatsächlich stattfinden muss. Und nur wenn das mit einem klaren Ja zu beantworten ist, sollten verantwortungsvolle Universitäten und Hochschulen auf Präsenz setzen.“

An der Uni Wien gilt etwa die Vorgabe, dass Lehre und Prüfungen nur dann vor Ort stattfinden soll, wo dies „fachlich zwingend erforderlich ist“ - etwa bei Laborübungen. Studenten sollen nur für diese Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen vor Ort kommen bzw. um an der Bibliothek Bücher auszuborgen oder zurückzubringen.

Die Wirtschaftsuniversität (WU) geht noch weiter: Sie sperrt ihren Campus für Externe - alle Lehrveranstaltungen und Prüfungen bleiben daher im Distanzbetrieb, die Universitätsbibliothek wird auch für den Entlehnbetrieb gesperrt und Rückgabefristen entsprechend verlängert. Für dringend benötigte Literatur gibt es ein Digitalisierungsservice.

Auch die Uni Linz setzt den Lehr- und Prüfungsbetrieb vor Ort grundsätzlich aus - das gilt sogar für Laborpraktika. Ausnahme: Angesetzte und genehmigte Präsenzprüfungen bis inklusive 20. November sollen möglichst noch stattfinden, eventuell wird aber der Modus geändert oder doch noch verschoben. Lehrveranstaltungen, die nicht online abgehalten werden können, werden verschoben. Die Bibliothek bietet weiter einen eingeschränkten Leihbetrieb an.

An der Uni Innsbruck finden alle Lehrveranstaltungen mit ganz wenigen Ausnahmen virtuell statt. Allerdings bleiben die Gebäude geöffnet, auch an der Uni-Bibliothek ist zu eingeschränkten Öffnungszeiten Ausleihe und Rückgabe möglich. Veranstaltungen, Besprechungen und auch Prüfungen finden generell virtuell statt.

Ähnlich ist es an der Uni Graz: Lehrveranstaltungen werden bis auf wenige Ausnahmen (Labors, Exkursionen, praktische Übungen) in Distanz abgehalten, Prüfungen sind aber vor Ort möglich. Der Entlehnbetrieb an allen Bibliotheken bleibt aufrecht, auch die Freihandbestände bleiben zugänglich. Lernräume und Lesesäle werden dagegen geschlossen.

Die Uni Salzburg setzt ebenfalls grundsätzlich auf Distanzlehre: „Nicht substituierbare“ Präsenzveranstaltungen können nur mehr „in besonders begründeten Ausnahmefällen“ durchgeführt werden. Die Bibliotheken bleiben für den Entlehntbetrieb geöffnet, für bereits angesetzte Präsenzprüfungen bemüht man sich um eine Lösung.


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